Masken schoben viele Infekte auf

Kinderärzte beobachten Anstieg von Atemwegserkrankungen: „Die Kinderarztpraxen sind voll“

Zeigt ein Kind Coronasymptome, ist die Notaufnahme der falsche Ansprechpartner.

Kinderärzte sehen derzeit eine Welle an Infektionskrankheiten bei Kindern.

Berlin. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat von einem Anstieg von Atemwegserkrankungen bei Kindern berichtet. „Wir erleben gerade eine Welle von Atemwegsinfekten bei Jugendlichen und Kindern“, sagte Bundespressesprecher Jakob Maske dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Kinderarztpraxen sind voll.“

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Maske gab aber Entwarnung. „Dabei handelt es sich um herkömmliche Infekte, die durch das Tragen der Maske lediglich aufgeschoben worden sind und nun verspätet durchgemacht werden“, ergänzte er. RS-Viren sind laut Maske zurückgegangen. „Auch RS-Viren sehen wir aktuell noch bei Kindern, aber nicht in dem großen Umfang wie früher im Jahr“, sagte der Verbandssprecher. Einige Bundesländer berichteten jedoch von einem Anstieg von Grippepatientinnen und -patienten.

Verband der Kinder- und Jugendärzte geht nicht von Run auf Impfstoffe aus

Nach der Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA zur Zulassung von Corona-Impfstoff für Babys ab sechs Monaten geht Verbandssprecher Maske nicht von einem Run auf den Impfstoff aus. „Schon bei Fünf- bis Elfjährigen war das Interesse nach einer Corona-Impfung gering. Das Interesse wird bei den Jüngeren entsprechend kleiner sein“, sagte er weiter. „Am Anfang gab es noch viele Eltern, die sich über eine Corona-Impfung für ihre Kinder erkundigt haben, mittlerweile gibt es kaum Nachfragen dazu. Das liegt vor allem daran, dass Kinder sich zwar infizieren, aber meist nur leicht erkranken.“

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Die EMA hatte diese Woche empfohlen, zwei Corona-Impfstoffe der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna für Babys ab sechs Monaten zuzulassen. Ob die Corona-Impfung angeboten wird, ist eine Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt es bisher nicht.

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