Nach Protest im russischen Staatsfernsehen

Journalistin Marina Ovsyannikova ruft zum Protest auf: „Es ist Putins Krieg“

Der Screenshot aus der abendlichen Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehen zeigt die Protestaktion von Marina Owsjannikowa.

Die russische Journalistin Marina Ovsyannikova hat nach ihrer Protestaktion im russischen Staatsfernsehen dazu aufgefordert, dass Menschen ihre Meinung sagen sollen. Russland befinde sich in einer „sehr dunklen und schwierigen“ Zeit, sagte sie im Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender ABC. Jede Person, die ihre Meinung kundtun will, müsse sich zu Wort melden.

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„Das russische Volk ist wirklich gegen den Krieg“, sagte Ovsyannikova. Sie fügte hinzu: „Es ist Putins Krieg, nicht der Krieg der russischen Bevölkerung.“

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Mit Blick auf die Motivation für ihre Protestaktion sagte sie: „Als der Krieg begann, konnte ich nicht essen, ich konnte nicht schlafen.“ Was in den Sendungen gezeigt wurde, habe sich von der Realität unterscheiden. Sie habe die Propaganda als das entlarven wollen, was sie ist und wollte nach eigenen Angaben „vielleicht einige Leute dazu anregen, sich gegen den Krieg auszusprechen.“

Ovsyannikova lehnt Frankreichs Schutzangebot ab

Das Angebot des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach Schutz in Frankreich lehnte Ovsyannikova ab. „Ich habe mich öffentlich geweigert, in Frankreich politisches Asyl zu beantragen, weil ich Patriotin bin. Ich möchte in Russland leben“, sagte sie bei ABC.

Ovsyannikova hatte am Montag mit einem Protest gegen Russlands Krieg in der Ukraine die Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehens unterbrochen. Sie hielt ein Schild mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen“ in die Kamera. Die Aktion erreichte weltweit viel Aufmerksamkeit. Ein Gericht in Moskau verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 30.000 Rubel.

RND/af

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