„Menschen noch immer unter Trümmern"

Mariupol: Stadtrat meldet Angriff auf Kunstschule mit 400 Zivilisten - Tausende nach Russland verschleppt?

In der vom Krieg stark betroffenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach örtlichen Angaben etwa 80 Prozent der Wohnungen zerstört und davon rund 30 Prozent nicht wieder aufzubauen. (Symbolbild)

Mariupol. In der belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist nach Angaben des Stadtrats eine Kunstschule Ziel eines Bombenangriffes geworden. 400 Menschen hätten dort Schutz gesucht, darunter Frauen, Kinder und Ältere, teilte der Stadtrat von Mariupol am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram mit.

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Das Gebäude sei bei dem Angriff am Samstag zerstört worden. „Menschen liegen noch immer unter den Trümmern.“ Es wurden zunächst keine Angaben zu Opfern gemacht. Der Stadtrat machte russische Truppen dafür verantwortlich. Das ließ sich aber nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

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In Mariupol mit 400.000 Einwohnern war zuletzt auch ein Theater angegriffen worden, in dem Menschen Schutz vor Luftangriffen gesucht hatten. Es wurden zwar Verschüttete gerettet. Seit Tagen ist aber unklar, wie viele Tote und Verletzte es bei diesem Vorfall gab.

Selenskyj spricht von „Leichenbergen“ russischer Soldaten

Mit martialischen Worten über schwere russische Kriegsverluste richtete sich Selenskyj in seiner Videobotschaft an die Bevölkerung Russland.

Tausende Bewohner nach Russland verschleppt

Am Samstagabend berichtete der Stadtrat, dass mehrere tausend Einwohner von Mariupol nach Russland verschleppt worden seien. Vor allem Frauen und Kinder wären mit Gewalt weggebracht worden. Wohin in Russland die Bewohner geschafft worden sein sollen, wurde nicht erwähnt. Unabhängig waren die Angaben nicht überprüfbar.

Selenskyj: Mariupol wird als Kriegsverbrechen in Geschichte eingehen

Die strategisch wichtige Hafenstadt am Asowschen Meer ist von russischen Truppen eingekreist. Sie ist von der Energie-, Nahrungsmittel- und Wasserversorgung abgeschnitten und einem unerbittlichen Bombardement ausgesetzt.

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Lage in Mariupol durch Bombenangriffe und Wasserknappheit dramatisch für Zivilbevölkerung

Vielerorts liegen die Toten seit Tagen in den Straßen. Viele Gräber sind mit nur behelfsmäßigen Kreuzen und den Geburts- und Todesdaten gekennzeichnet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in seiner nächtlichen Videoansprache an die Nation gesagt, die Belagerung Mariupols werde wegen Kriegsverbrechen der russischen Truppen in die Geschichte eingehen.

RND/dpa/AP

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