Angriffskrieg gegen die Ukraine

Melnyk: Russlands Präsident Putin offenbar zu allem fähig

Andrij Melnyk, scheidender Botschafter der Ukraine in Deutschland, hat sich in die erneute Debatte um den Russland-Kurs von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eingeschaltet. Er lobte den CDU-Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz für seine Äußerungen im LVZ-Interview.

Andrij Melnyk, scheidender Botschafter der Ukraine in Deutschland, kritisiert Russlands Raketenangriffe auf ukrainische Städte scharf.

Berlin. Der scheidende Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, sieht eine reale Gefahr, dass Russland auch Atomwaffen gegen sein Land einsetzen könnte. Die russischen Raketenangriffe auf Städte in der Ukraine hätten gezeigt, dass der russische Präsident Wladimir Putin offenbar zu allem fähig sei, sagte Melnyk am Montag RTL/ntv.

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Der Westen solle Russland ganz klar und ohne diplomatische Floskeln darstellen, was Russland erwarten würde, sollte Putin die Atomwaffen in der Ukraine einsetzen. „Und ich glaube, dass unsere Partner und Verbündete durchaus in der Lage sein sollten, das in einer Sprache zu tun, die Putin verstehen wird“, so Melnyk.

Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, John Kirby, sagte am Sonntag, die US-Regierung habe keine Hinweise darauf, dass Putin eine Entscheidung zum Einsatz von Atomwaffen getroffen habe.

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Melnyk ist nur noch wenige Tage als Botschafter in Deutschland. Er wird am 14. Oktober Berlin verlassen, um einen neuen Posten im Außenministerium in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu übernehmen. Sein Nachfolger ist der ukrainische Top-Diplomat Olexij Makejew.

RND/dpa

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