Über Belarus in die EU

Einreise über Russland: Immer mehr Menschen wählen neue Fluchtroute

Geflüchtete warten vor einer Flüchtlingsunterkunft auf Einlass.

Geflüchtete warten vor einer Flüchtlingsunterkunft auf Einlass.

In Deutschland werden zunehmend Migrantinnen und Migranten registriert, die auf illegalem Wege über Russland einreisen. Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge ist die Zahl der Menschen mit russischen Visa oder russischen Einreisestempeln in den Pässen im Laufe des Jahres sprunghaft gestiegen.

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Wurden im Mai noch 320 Menschen an den Grenzen registriert, waren es im September schon rund 1200 und im Oktober mehr als 1500, wie aus einer Auflistung der Bundespolizei hervorgeht. Ins­gesamt habe die Behörde im Jahr 2022 fast 8000 Menschen erfasst, die die Route über Russland nutzten.

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Ausländische Studierende ohne Geld

Nach Angaben der Bundespolizei hätten viele der registrierten Personen angegeben, per Flugzeug nach Russland eingereist und dann über Belarus in die Europäische Union gelangt zu sein. Neben Migranten mit einem aktuellen russischen Visum würden dies vor allem Menschen sein, die sich zuvor schon über einen längeren Zeitraum in Russland aufhielten, wie etwa Studierende aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten oder Arbeitsmigranten aus Zentralasien.

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Die zunehmend schlechtere wirtschaftliche Situation in Russland, bedingt durch die vom Westen beschlossenen Sanktionen, könnte hierbei eine gewichtige Rolle spielen. Denn ausländische Studierende stehen immer wieder vor dem Problem, dass ihnen keine Gelder für den Lebensunterhalt nach Russland transferiert werden können.

Insgesamt seien im laufenden Jahr bislang 76.000 unerlaubte Einreisen nach Deutschland festgestellt worden, was einen Höchststand seit dem Jahr 2016 bedeutet. Laut Migrationsexperten sei die Lage bereits kritisch. Schon jetzt gebe es in einigen Bundesländern erhebliche Kapazitätsprobleme in Unterkünften für Asylbewerberinnen und Asylbewerber.

RND/sz

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