Tech-Milliardär auf Einkaufstour

Elon Musk und Twitter: Chronologie einer Annäherung und eines Streits

Elon Musk, Vorstandsvorsitzende von Tesla und SpaceX, spricht auf der Satellite Conference and Exhibition in Washington.

Elon Musk, Vorstandsvorsitzende von Tesla und SpaceX, spricht auf der Satellite Conference and Exhibition in Washington.

New York. Elon Musk hat sich nach monatelangem Streit dazu bereit erklärt, Twitter wie ursprünglich geplant für 44 Milliarden Dollar zu kaufen. Twitter will den Kauf abschließen. Wie es zum Streit kam:

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31. Januar 2022: Musk kauft fortan fast täglich Twitter-Aktien, bis Mitte März hat er einen Anteil von fünf Prozent am Unternehmen.

26. März: Musk teilt mit, dass er ernsthaft über die Gründung einer Alternative zu Twitter nachdenke. Er zweifelt die Meinungsfreiheit bei Twitter an und mutmaßt über eine Gefährdung der Demokratie durch das Unternehmen.

27. März: Musk nimmt Gespräche darüber auf, sich dem Verwaltungsrat von Twitter anzuschließen. Er erwägt laut offiziellen Dokumenten auch, Twitter von der Börse zu nehmen oder ein Konkurrenzunternehmen zu starten.

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4. April: Aus einem eingereichten Dokument geht hervor, dass Musk schnell zum größten Aktionär von Twitter geworden ist. Er hat einen Anteil von neun Prozent am Unternehmen gekauft, das entspricht 73,5 Millionen Aktien im Wert von etwa drei Milliarden Dollar.

5. April: Musk bekommt einen Posten im Verwaltungsrat von Twitter angeboten. Bedingung dafür ist, dass er keinen Anteil von mehr als 14,9 Prozent an Twitter kauft.

11. April: Twitter-Geschäftsführer Parag Agrawal teilt mit, dass Musk doch nicht Mitglied des Verwaltungsrats wird.

14. April: Twitter enthüllt in einem offiziellen Dokument, dass Musk angeboten hat, das Unternehmen für etwa 44 Milliarden Dollar zu kaufen.

15. April: Der Verwaltungsrat von Twitter greift wegen des Angebots von Musk zu einer Verteidigungsmethode, um eine feindliche Übernahme des Unternehmens zu verhindern.

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21. April: Musk organisiert 46,5 Milliarden Dollar, um Twitter zu kaufen. Der Twitter-Verwaltungsrat steht unter Druck, Verhandlungen aufzunehmen.

25. April: Musk einigt sich auf einen Deal, um Twitter für 44 Milliarden Dollar zu kaufen und das Unternehmen von der Börse zu nehmen.

29. April: Musk verkauft etwa 8,5 Milliarden Dollar an Aktien seines Unternehmens Tesla, um damit den Kauf von Twitter zu finanzieren. Das geht aus offiziellen Dokumenten hervor.

5. Mai: Musk bekommt für seinen geplanten Kauf von Twitter Zusagen von mehreren Investoren im Umfang von sieben Milliarden Dollar, darunter der Oracle-Mitgründer Larry Ellison.

Musk will Twitter-Verbot gegen Ex-Präsidenten Trump kassieren

10. Mai: Musk kündigt an, ein Twitter-Verbot gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump rückgängig zu machen. Er nennt das Verbot eine „moralisch schlechte Entscheidung“ und „bis aufs Äußerste schwachsinnig“.

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13. Mai: Musk teilt mit, dass die Übernahme „vorübergehend auf Eis“ liege. Er gibt an, er müsse prüfen, wie viele Spam- und unechte Konten es bei Twitter gebe. Die Twitter-Aktie stürzt ab.

6. Juni: Musk droht damit, Twitter doch nicht zu kaufen. Er wirft dem Unternehmen vor, es enthalte ihm Angaben zu Spam-Konten vor.

8. Juli: Musk teilt mit, er ziehe das Übernahmeangebot zurück. Twitter droht mit Klage.

Twitter verklagt Musk

12. Juli: Twitter verklagt Musk, um ihn dazu zu bringen, das Unternehmen zu kaufen. Musk reicht kurz danach eine Gegenklage ein.

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19. Juli: In dem Streit wird ein Prozess im US-Staat Delaware für Oktober angekündigt.

23. August: Ein früherer Sicherheitschef von Twitter wirft dem Unternehmen vor, nicht über dessen schwache Sicherheitsmaßnahmen und Fahrlässigkeit bezüglich der Beseitigung unechter Konten aufgeklärt zu haben. Musk beruft sich auf den Whistleblower, um seine Argumentation gegen den Twitter-Kauf zu stützen.

4. Oktober: Musk bietet an, Twitter wie ursprünglich geplant für 44 Milliarden Dollar zu übernehmen.

RND/AP

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