Wegen Filmaufzeichnungen verurteilt

Japanischer Journalist muss in Myanmar für zehn Jahren ins Gefängnis

Der japanische Journalist wurde verurteilt, weil er Filmaufzeichnungen von Protesten erstellte (Archivbild).

Der japanische Journalist wurde verurteilt, weil er Filmaufzeichnungen von Protesten erstellte (Archivbild).

Bangkok. Ein Gericht in Myanmar hat einen japanischen Journalisten wegen Filmaufzeichnungen eines Protests gegen die Militärregierung zu zehn Jahren Haft verurteilt. Die japanische Botschaft teilte am Donnerstag mit, der Journalist Toru Kubota habe wegen des Vorwurfs des Verstoßes gegen das Gesetz für elektronische Übertragung sieben Jahre und wegen des Vorwurfs der Anstiftung drei Jahre Haft bekommen. Die Haftstrafen soll er gleichzeitig verbüßen.

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Kubota war im Juli in der Stadt Yangon festgenommen worden. Er hatte Fotos und Videos von einem Protest gegen die Übernahme durch das Militär 2021 gemacht. Damals stürzte das Militär die gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi.

Pressefreiheit in Myanmar stark eingeschränkt

Der Japaner war der fünfte Journalist aus dem Ausland, der nach der Übernahme durch das Militär in Myanmar festgenommen wurde. Die US-Journalisten Nathan Maung und Danny Fenster, der Pole Robert Bociaga und Yuki Kitazumi aus Japan wurden abgeschoben, bevor sie ihre Haftstrafen ganz verbüßten. Insgesamt sind rund 150 Journalisten in Gewahrsam genommen worden. Mehr als die Hälfte davon kam frei.

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Die Medien können in Myanmar nur stark eingeschränkt arbeiten. Unabhängige Medien müssen entweder im Verborgenen oder aus dem Ausland berichten.

RND/AP

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