Kritik an Klimapolitik

Luisa Neubauer wirft USA Heuchelei vor und konfrontiert John Kerry

Luisa Neubauer, Klimaaktivistin aus Deutschland.

Luisa Neubauer, Klimaaktivistin aus Deutschland.

Scharm el Scheich. Die deutsche Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat den US-Sondergesandten John Kerry bei einem Gang über das Gelände der UN-Klimakonferenz mit kritischen Fragen konfrontiert. Wie es zusammenpasse, dass die USA das 1,5-Grad-Ziel von Paris hochhalten und zugleich die amerikanische Öl- und Gasindustrie weiter expandieren wolle, wollte 26-Jährige wissen, wie ein von ihr am Montag veröffentlichtes Video zeigt.

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Der 78 Jahre alte Diplomat sagte dazu, die fossile US-Industrie werde nur so viel produzieren, um während des notwendigen Übergangs einen Wirtschafts-Crash zu verhindern. Es gebe keine Pläne, zusätzliche Kapazitäten aufzubauen - was Neubauer, die zur Bewegung Fridays for Future gehört, in dem Video mit einem Untertitel als „unwahr„ versah. Kerry versicherte auch, sein Land werde aus der Kohle aussteigen und im Jahr 2035 kein Gas mehr verbrauchen.

Neubauer: USA agieren heuchlerisch

Neubauer, die den Grünen angehört, schrieb zu dem Video, die USA agierten heuchlerisch auf der COP27 in Scharm el Scheich. „Die Expansion von Öl und Gas bedroht jedes einzelne Klimaschutzziel, und einer der größten Treiber dahinter sind die USA und ihr Geld. Und die Menschen sollten das wissen.“

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Erst am Donnerstag hatte ein neuer Datenreport aufgezeigt, dass trotz alarmierender Erderhitzung die allermeisten Öl- und Gasunternehmen ihre Produktion stark ausbauen wollen. Dies treffe auf 96 Prozent der knapp 700 erfassten relevanten Firmen in der öffentlichen Datenbank „Global Oil & Gas Exit List“ (GOGEL) zu, wie die Naturschutzorganisation Urgewald und weitere 50 NGO-Partner mitteilten. Seit dem letzten Daten-Update 2021 nahmen demnach die kurzfristigen Expansionspläne der Branche um 20 Prozent zu.

RND/dpa

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