Führung droht Demonstranten und Saudi-Arabien

Neue Proteste im Iran – Teilnehmer skandieren „Tod dem Diktator“

Im Iran dauern die regierungskritischen Proteste laut Berichten an.

Im Iran dauern die regierungskritischen Proteste laut Berichten an.

Dubai. Im Iran dauern die regierungskritischen Proteste laut Berichten an. Am Donnerstagmorgen kursierten Onlinevideos, die Kundgebungen in der Hauptstadt Teheran zeigten, auch in anderen Städten gingen Menschen auf die Straße. In der Nähe von Isfahan wurde Tränengas eingesetzt, wie in einem Video zu sehen war. Teilnehmer skandierten „Tod dem Diktator“ – eine seit Beginn der Proteste oft gehörte Parole gegen den obersten iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei.

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Staatliche Nachrichtenagentur bestätigt Demonstrationen nahe Isfahan

Anlass der neuen Kundgebungen war die blutige Niederschlagung einer Demonstration in Sahedan, der Hauptstadt der Provinz Sistan und Belutschistan, am 30. September. Dort töteten Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten fast 100 Menschen. Nach Ablauf der 40-tägigen Trauerzeit gingen Demonstranten in Sahedan und andernorts auf die Straße.

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Ob es dabei zu Zusammenstößen mit Verletzten oder Festnahmen kam, war zunächst unklar. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna bestätigte lediglich Demonstrationen nahe Isfahan.

Entzündet haben sich die Proteste am Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im Polizeigewahrsam am 16. September. Sie war von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihr Kopftuch nicht gemäß den Vorschriften trug. Anfangs richteten sich Proteste noch gegen den Kopftuchzwang, doch mittlerweile fordern viele Demonstranten den Sturz und Tod des obersten Führers Chamenei.

In einem Interview mit den Machern der persönlichen Webseite von Chamenei richtete der iranische Geheimdienstminister Esmail Chatib erneut Drohungen gegen Protestteilnehmer und Saudi-Arabien, das die Führung in Teheran neben Großbritannien, Israel und den USA für die Unruhen im Land verantwortlich gemacht hat. Die „strategische Geduld“ des Iran gehe allmählich zu Ende, sagte Chatib. Wenn in Glashäusern sitzende Länder Steine auf das mächtige Iran würfen, bedeute dies nichts anderes, als die „Grenzen der Rationalität“ zu überschreiten und „die Dunkelheit der Dummheit“ zu betreten. „Wenn der Wille der Islamischen Republik sich dazu neigt, Vergeltung zu üben und diese Länder zu bestrafen, dann werden die Glaspaläste unweigerlich einstürzen und diese Länder keine Stabilität erleben“, warnte er.

RND/AP

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