Kampf um den US-Kongress

Noch nie war ein Midterm-Wahlkampf teurer als in diesem Jahr

 January 6 Justice Rally Near U.S. Capitol A person holds a sign during the Jan 6 Justice: Our Freedom, Our Vote rally near the U.S. Capitol on October 20, 2022. Washington, D.C. United States PUBLICATIONxNOTxINxFRA Copyright: xBryanxOlinxDozierx originalFilename: dozier-january6221020_npr5X.jpg

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Die heute stattfindenden Midterm-Wahlen in den USA könnten laut der Organisation Opensecrets die teuersten in der Geschichte des Landes werden: Für diese Midterm-Wahlen wurden schätzungsweise insgesamt rund 8,9 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

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Zwar sind die Midterm-Wahlen naturgemäß noch günstiger als die Präsidentschaftswahlen, doch auch für die Midterms steigen die Kosten seit Jahren kontinuierlich. Zum Vergleich: Bei den Midterms 2018 wurden rund 6,7 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

Gesamtkosten der Wahlen (1998–2022)

Die Zahlen umfassen alle Gelder, die von Präsidentschaftskandidaten, Senats- und Repräsentantenhauskandidaten, politischen Parteien und unabhängigen Interessengruppen ausgegeben wurden.

Die Zahlen umfassen alle Gelder, die von Präsidentschaftskandidaten, Senats- und Repräsentantenhauskandidaten, politischen Parteien und unabhängigen Interessengruppen ausgegeben wurden.

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Dabei sind die Ausgaben der Republikaner in diesem Jahr mit rund 4,3 Milliarden US-Dollar etwas höher als die der Demokraten, die sich auf rund 3,9 Milliarden belaufen.

Laut Opensecrets konnten die Demokraten für ihren Wahlkampf rund 1,7 Milliarden US-Dollar sammeln, davon rund 921 Millionen für den Kampf um das Repräsentantenhaus und 819 Millionen für die Wahl des Senats. Die Republikaner erzielten rund 1,5 Milliarden US-Dollar an Spenden, davon rund 890 Millionen für den Kampf um das Repräsentantenhaus und 660 Millionen für den Kampf um den Senat.

Spitzenreiter unter den Bundesstaaten ist Pennsylvania

Die höchsten Ausgaben gab es für den Wahlkampf im Bundesstaat Pennsylvania, wo insgesamt rund 373 Millionen US-Dollar ausgeben wurden. Auf Platz zwei und drei der Rangliste folgen Georgia und Arizona.

Zu den größten finanziellen Unterstützern der Parteien in diesem Wahlkampf zählen laut der Organisation der als Philanthrop bekannte Investor George Soros, der rund 128 Millionen an die Demokraten gespendet hat, der Unternehmer Richard Uihlein, der rund 80 Millionen an die Republikaner gegeben hat, sowie der Hedgefonds-Manager Kenneth C. Griffin, der rund 68 Millionen gespendet hat – ebenfalls an die Republikaner.

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Zwischenwahlen in den USA: Biden fürchtet um Kongressmehrheit

Mit Spannung erwartet: In den USA wird am Dienstag ein neuer Kongress gewählt. Es geht um alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat.

Opensecrets ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Washington D.C. Sie erhebt Daten zur Wahlkampffinanzierung und Lobbyarbeit und erfasst auch Daten über das Geschlechterverhältnis im Kongress: Das lag im letzten Kongress bei 399 Männern zu 155 Frauen.

Bei der Wahl am Dienstag werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Senatoren und Senatorinnen neu gewählt. Außerdem werden 36 Gouverneure in den Bundesstaaten gewählt. In beiden Häusern des Kongresses haben die Demokraten bislang eine hauchdünne Mehrheit. Die Republikaner müssen nur fünf Sitze im Repräsentantenhaus und ein Mandat im Senat hinzugewinnen, um die Mehrheit zu bekommen.

RND/ao

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