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Erhebung vor der Landtagswahl

CDU und SPD liegen laut Umfrage in NRW gleichauf – „Mallorca-Gate“ interessiert Bevölkerung

Wuppertal: Wahlplakate vor der Landtagswahl 2022.

Rund fünf Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai liegen die beiden großen Parteien CDU und SPD gleichauf. Das geht aus dem neuesten „NRW-Check“ hervor, bei dem 1821 wahlberechtigte Bürger befragt wurden. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, wurde die Umfrage zu zwei Teilen, wenige Tage vor und nach dem Rücktritt von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, durchgeführt. Die CDU-Politikerin war am 7. April von ihrem Amt zurückgetreten. Hintergrund war ihr Aufenthalt auf der Ferieninsel Mallorca während der Flutkatastrophe im Sommer 2021.

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Im Vergleich zur letzten Umfrage Anfang März verlor die CDU 2 Prozentpunkte und liegt nur noch bei 30 Prozent. Die SPD legte um 3 Prozentpunkte zu und kommt ebenfalls auf 30 Prozent. Auch die Grünen konnten etwas zulegen (+1), sie erreichen 18 Prozent. Die FDP bleibt bei 8 Prozent, die Linke kommt nur noch auf 2 Prozent, die AfD bleibt bei 6 Prozent.

Bliebe es bei diesen Werten, könnten die Grünen zum Königsmacher werden. Denn neben der eher nicht sehr beliebten großen Koalition sind nun zwei Zweierbündnisse möglich: Sowohl Rot-Grün als auch Schwarz-Grün hätten rechnerisch eine Mehrheit.

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Im Vergleich der Spitzenkandidaten liegt der amtierende Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) weiterhin vor seinem sozialdemokratischen Herausforderer Thomas Kutschaty. Doch der Vorsprung Wüsts ist geringer geworden, der Christdemokrat kommt auf 41 Prozent (-3), Kutschaty legt um 4 Punkte zu und kommt nun auf 34 Prozent.

Wüst zur Mallorca-Affäre: Rücktritt von Ministerin Heinen-Esser sei richtig

Umweltministerin Heinen-Esser war zum Zeitpunkt der Flutkatastrophe 2021 auf Mallorca im Urlaub geblieben. Das löste viel Kritik aus.

In der neuen Umfrage spielt das sogenannte „Mallorca-Gate“ durchaus eine wichtige Rolle. Denn die Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands zeigen großes Interesse am Rücktritt von Umweltministerin Heinen-Esser am vergangenen Donnerstag. Rund die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gab an, sich dafür etwas zu interessieren, 29 Prozent hatten großes Interesse, 23 Prozent kein Interesse an der Affäre.

Ein großer Teil der befragten Wahlberechtigten schätzt, dass der Rücktritt Heinen-Essers möglicherweise Folgen für Wüst haben könnte. Demnach gehen 49 Prozent davon aus, das Ansehen des Ministerpräsidenten könnte dadurch zumindest etwas beeinträchtigt werden, 16 Prozent gaben an, dass die Affäre erhebliche Folgen haben wird, 35 Prozent sehen keine Folgewirkungen.

RND/sz

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