Stadt in der Ostukraine

„Vorbote wird starker Artilleriebeschuss sein“: Slowjansk bereitet sich auf Eroberungsversuche vor

Überreste einer Rakete stecken in der Nähe eines Bauernhofs im Dorf Majaky am Stadtrand von Slowjansk im Boden. (Symbolbild)

Überreste einer Rakete stecken in der Nähe eines Bauernhofs im Dorf Majaky am Stadtrand von Slowjansk im Boden. (Symbolbild)

Slowjansk. In der umkämpften Ostukraine hat der Bürgermeister der Stadt Slowjansk vor einem Ausfall der Wärme- und Wasserversorgung im kommenden Winter gewarnt.

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„Sie werden Ihre Wohnung heizen können, wenn es denn Strom gibt, doch die Kanalisation wird einfrieren“, sagte der 49-jährige Wadym Ljach in der Nacht zum Montag der Nachrichtenseite Nowyny Donbassu. Seinen Angaben nach ist mit 22.000 Menschen noch etwa ein Fünftel der ursprünglichen Einwohnerschaft in der Stadt verblieben. Er forderte die Verbliebenen zur Flucht auf.

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Kein Gas, kein fließendes Wasser – und Strom gibt es nur sporadisch

Bereits jetzt gebe es weder Gas noch fließend Wasser in der Stadt. Die Stromversorgung falle immer wieder aus. Ljach rechne mit dem Versuch der Eroberung der Stadt durch die russischen Truppen. „Vorbote wird starker Artilleriebeschuss sein. Dementsprechend wird die Zahl der Opfer in dieser Zeit steigen“, betonte er.

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Einheiten der russischen Armee haben sich demzufolge unterstützt von den Hilfstruppen der Donezker Separatisten den Stadtgrenzen bis auf etwa zehn Kilometer genähert. Die Ukraine hofft allerdings, den zur Festung ausgebauten Ballungsraum Slowjansk - Kramatorsk halten zu können.

Seit Ende Februar wehrt das Land eine russische Invasion ab. Die Vereinten Nationen haben seitdem über 5100 getötete Zivilisten registriert, gehen aber ähnlich wie Kiew von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus.

RND/dpa

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