„Ich kenne niemanden, der sein derzeitiges Verhalten für richtig hält“

Persönliches Telefonat: Auch Weil kann Schröder nicht zum Umdenken bewegen

Auch ein persönlicher Anruf von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat Altkanzler Gerhard Schröder (beide SPD) nicht dazu bewegen können, Abstand von seiner russlandfreundlichen Haltung zu nehmen.

Hannover. Auch ein persönlicher Anruf von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat Altkanzler Gerhard Schröder (beide SPD) nicht dazu bewegen können, Abstand von seiner russlandfreundlichen Haltung zu nehmen. „Jedenfalls sind wir uns nicht einig geworden“, betonte Weil in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Zu konkreten Inhalten und der Dauer des Gesprächs wollte Weil sich nicht äußern. Er habe Schröder Vertraulichkeit zugesichert.

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Auch wenn Weil bei Schröder nicht weiterkam, denkt er eigenen Worten zufolge nach wie vor nicht daran, Schröder, der von 1990 bis 1998 Regierungschef von Niedersachsen war, die Landesmedaille abzuerkennen. „Ich bin da vorsichtig. Die Landesmedaille ist eine hohe Auszeichnung, die nur sehr wenige Menschen für ihre Verdienste um das Land erhalten. Und die früheren Verdienste von Gerhard Schröder bleiben ja, auch wenn er jetzt – 20 Jahre später – einen großen politischen Fehler macht“, sagte Weil.

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Schröder gilt als langjähriger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin und ist unter anderem Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine nahm der Druck auf Schröder immer weiter zu. Laut Weil ist Schröder mit seiner Position mittlerweile „komplett isoliert“ innerhalb der SPD. „Ich kenne niemanden, der sein derzeitiges Verhalten für richtig hält.“

RND/dpa

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