„Deutsche Regierung verweigert Dialog“

Polens Vize-Außenminister will nach Berlin reisen, um über Reparationen zu sprechen

Sein Vertreter will nach Berlin reisen: Zbigniew Rau, Außenminister von Polen, mit seiner deutschen Amtskollegin Annalena Baerbock (Grüne).

Sein Vertreter will nach Berlin reisen: Zbigniew Rau, Außenminister von Polen, mit seiner deutschen Amtskollegin Annalena Baerbock (Grüne).

Warschau. Polens Vize-Außenminister Arkadiusz Mularczyk will Anfang Dezember zu Gesprächen über die Reparationsforderungen seines Landes an Deutschland nach Berlin reisen. Er wolle Vertretern der Bundesregierung und des Bundestags den Bericht der polnischen Parlamentskommission zu den Weltkriegsschäden vorstellen, sagte Mularczyk am Mittwoch in Warschau.

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Anfang Oktober hatte Polen in einer diplomatischen Note an Berlin für die durch den Zweiten Weltkrieg und die deutsche Besatzung erlittenen Schäden umgerechnet mehr als 1,3 Billionen Euro Entschädigung gefordert.

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Mularczyk sagte weiter, die „unnachgiebige Haltung der deutschen Regierung, die sich allen Argumenten verschließt, den Dialog verweigert und nicht auf die diplomatische Note eingeht“, habe Warschau nun veranlasst, alle Mitgliedstaaten von EU und Nato mit diplomatischen Schreiben über die Situation zu informieren.

Die Bundesregierung lehnt jegliche Reparationsforderungen ab. Für sie ist die Frage mit dem 2+4-Vertrag über die außenpolitischen Aspekte der deutschen Einheit abgeschlossen.

RND/dpa

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