Hofreiter hält Ampelkoalition für wahrscheinlicher als Jamaika

Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. (Archivfoto)

Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. (Archivfoto)

Berlin. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter, hält eine Ampelkoalition für wahrscheinlicher als ein Jamaika-Bündnis. „Die SPD hat stark zugenommen, die Union hat stark verloren – wir werden selbstverständlich mit allen demokratischen Parteien reden – aber es ist wahrscheinlicher, dass es am Ende zu einer Ampel kommt“, sagte er am Dienstag in Berlin.

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Die SPD hat schon eingeladen. Wir sind uns sicher, dass wir zu interessanten Gesprächen kommen werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dieser großen Fraktion etwas Gutes für unser Land erreichen können“, sagte er weiter.

Und: „Wenn wir uns die Vergangenheit anschauen, dann gab es in den letzten 16 Jahren sehr viel Reformstau.“ Nun lägen „große Aufgaben vor uns“. Man wolle keine Regierung des kleinsten gemeinsamen Nenners, sondern eine auf Augenhöhe. „Unser Staat muss modernisiert werden.“ Exemplarisch nannte er die Digitalisierung und Funklöcher, bei denen zu lange wenig passiert sei.

Göring-Eckardt: Personalentscheidungen werden am Ende getroffen

Co-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt ergänzte: „Das Entscheidende wird doch sein für eine Regierung in dieser Zeit, dass man sich nicht an den Unterschieden misst.“ Sondern dass man das gemeinsame Ganze im Blick behalte. „Die Wirklichkeit ist, dass die Klimakrise drängt. Die Wirklichkeit ist, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserem Land nicht vollständig hergestellt ist.“

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Zu Berichten, wonach die Grünen sich darauf geeinigt hätten, dass Parteichef Robert Habeck der nächste Vizekanzler werden soll, sagte Göring-Eckardt: „Es gibt Artikel dazu, und es gibt die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist, dass unter den beiden alles besprochen ist und dass wir Personalentscheidungen am Ende treffen werden.“ An Personalspekulationen innerhalb der Union wollten sich beide ebenfalls nicht beteiligen. Aus Unionskreisen war durchgedrungen, dass es Bestrebungen gebe, Markus Söder dazu zu drängen, sich um Jamaika-Verhandlungen zu bemühen und sich im Erfolgsfall für die Wahl als Kanzler aufstellen zu lassen.

RND/cz

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