Corona-Hotspots – so hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Ihrer Region

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Weg in der Innenstadt. Für den Landkreis Rottal-Inn gab das RKI am Mittwoch eine Inzidenz von über 1000 an.

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Weg in der Innenstadt. Für den Landkreis Rottal-Inn gab das RKI am Mittwoch eine Inzidenz von über 1000 an.

Berlin. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist auf einen Höchstwert seit Pandemiebeginn gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der bestätigten Fälle pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwoch mit 232,1 an. Intensivmediziner befürchten eine dynamische Entwicklung auch bei der Zahl der zu versorgenden Covid-19-Patienten in den kommenden Wochen. Regional wird es auf Intensivstationen bereits eng. Die Krankenhausampel des bayerischen Gesundheitsministeriums ist am Montag auf Rot gesprungen. Mehrere Bundesländer verschärfen nun ihre Corona-Regeln. Deutschlandweit entstehen überall Corona-Hotspots. Besonders davon betroffen sind der Süden und Osten.

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Deutschlands Corona-Hotspots – die Regionen im Überblick

Divi: Wegen Personalmangels stehen weniger Intensivbetten zur Verfügung

Anders als vor einem Jahr sind mittlerweile viele Menschen geimpft. Expertinnen und Experten gehen deshalb davon aus, dass das Gesundheitssystem jetzt mehr Neuinfektionen aushalten kann als zuvor. Die Impfungen schützen sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen. Jedoch gilt die Impfquote in Deutschland noch nicht als hoch genug, um eine Überlastung von Kliniken auszuschließen. Bei Menschen ab 60 sind laut Statistik noch immer über drei Millionen ohne vollständigen Impfschutz, auch die Quote bei Auffrischimpfungen in der Altersgruppe ist relativ niedrig. Zudem unterscheiden sich die Bundesländer stark bei der Impfquote.

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Auf den Intensivstationen werden laut Divi-Intensivregister vom Montag mehr als 2600 Covid-19-Patienten versorgt, das sind annähernd so viele wie vor einem Jahr. Zu Hochzeiten waren es über 5700, nun stehen laut Divi wegen Personalmangels aber weniger Betten zur Verfügung. Der Leiter des Registers, Christian Karagiannidis, sagte der „Augsburger Allgemeinen“, dass sich die Patientenzahl in den kommenden Wochen voraussichtlich fast verdoppeln werde, wenn die Zahl der Neuinfektionen weiter so steige wie bisher. „Bei einer Inzidenz von 300 erwarten wir bundesweit etwa 4500 Covid-Patienten mit großen regionalen Unterschieden.“

Deutschlandweit seien 5000 Patienten vielleicht zu schaffen, erläuterte Karagiannidis im WDR – aber es könne trotzdem sein, dass man bereits bei insgesamt 3000 Patienten „in Bayern absolut größte Schwierigkeiten“ haben werde, Platz für einen Covid-Patienten zu finden. Wichtig seien regionale Maßnahmen, damit Inzidenzen nicht ins Uferlose stiegen. Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft mahnte, die vierte Welle müsse dringend gebrochen werden. Sonst drohten je nach regionaler Betroffenheit Einschränkungen: „Es werden wieder Patienten auf ihre geplanten Operationen warten müssen“, sagte Vorstandschef Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Nachfrage nach Impfungen steigt

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Aus mehreren Regionen kamen seit Montag Hinweise, dass die Nachfrage nach Impfungen wieder steigt. Die bundesweite Inzidenz war zuletzt rasant gestiegen, sie hatte vor einer Woche bei 154,8 und im Vormonat bei 63,8 gelegen. Die meisten Nachweise stammen von Kindern zwischen fünf und 14 Jahren – eine Altersgruppe, die größtenteils mangels Impfstoffzulassung noch nicht immunisiert werden kann.

RND/fw mit Material der dpa

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