Gegen die vierte Welle: Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert 3G am Arbeitsplatz

Klaus Reinhardt ist Präsident der Bundesärztekammer und Facharzt für Allgemeinmedizin.

Klaus Reinhardt ist Präsident der Bundesärztekammer und Facharzt für Allgemeinmedizin.

Berlin. Bundesärztepräsident Klaus Reinhardt hält bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes eine Testpflicht bei Aktivitäten mit besonders hohem Infektionsrisiko für notwendig. Diese solle auch für Geimpfte gelten. „Das ist gerade in der kalten Jahreszeit mit vielen Freizeitaktivitäten in Innenräumen wichtiger denn je“, sagte Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Ebenso wichtig sei es, überall dort verpflichtend zu testen, wo vulnerable Gruppen betreut werden, beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen. Dies müsse ebenfalls „unabhängig vom Impfstatus“ geschehen, sagte er dem RND.

Ärztepräsident Reinhardt für 3G am Arbeitsplatz

Reinhardt fordert schnelle, klare Eindämmungsstrategien, um Infektionsketten zu durchbrechen. Konkret spricht er sich für eine 2G-Regel bei Freizeit-Events aus: „Es geht nicht anders, als den Besuch etwa in der Gastronomie, Kino oder Museen nur noch Genesenen und Geimpften vorzubehalten“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Zusätzlich bräuchte man eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz. „Diese klare Botschaft versteht jeder.“

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„Für Clubbesuche und andere Aktivitäten mit besonders hohem Infektionsrisiko, vor allem in Hochinzidenzgebieten, sollten kostenlose Bürgertests zusätzlich zur 2G-Regelung obligatorische Zutrittsvoraussetzung werden.“

Kassenärztechef Andreas Gassen plädiert dafür, das Impftempo schnell zu steigern. „Die Arztpraxen haben bereits bewiesen, dass sie das Impfen quantitativ stemmen können, das heißt, dass sie in der Lage sind, rund 3,4 Millionen Impfungen pro Woche oder 13,5 Millionen Impfungen pro Monat zu schaffen“, sagte er dem RND. Allerdings sei dies nur möglich, „wenn sie impfen, impfen und impfen“. Damit dies möglich sei, müsse es weniger Bürokratie geben. „Wer verlangt, Ärzte sollen die Patienten einladen, lebt fern der Realität. Das ist Unsinn, und ist schlicht und ergreifend nicht machbar“, so Gassen.

Gassen: Ärzte sollen nicht mehr zur Impfung einladen

Das Abtelefonieren von Patienten würde sämtliche Ressourcen binden und tagesfüllend sein. Zudem könnten Patienten von gleich mehreren Praxen angesprochen werden, da ein behandelnder Arzt nicht immer weiß, bei wie vielen Kolleginnen und Kollegen sich der Patient außerdem noch in Behandlung befindet.

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Gassen spricht sich dafür aus, dass statt der Ärzte in Zukunft die Gesundheitsbehörden der Bundesländer oder die Krankenkassen gezielt zur Impfung einladen. Auch eine vereinfachte Dokumentation, eine bessere Vergütung sowie eine kürzere Bestellfrist für den Impfstoff seien notwendig.

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