Europaparlament fordert rasches Abschiebeabkommen mit Marokko

Marokko ließ im Mai Tausende Menschen ins spanische Ceuta hinüberschwimmen.

Marokko ließ im Mai Tausende Menschen ins spanische Ceuta hinüberschwimmen.

Straßburg. Nachdem Marokko seine Grenzkontrollen zur spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta zeitweise ausgesetzt hat, fordert das Europaparlament den baldigen Abschluss eines Abschiebeabkommens der EU mit dem Königreich.

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Die aktuellen Spannungen sollten abgebaut und wieder eine zuverlässige Partnerschaft angestrebt werden, hieß es in einer am Donnerstag angenommenen Entschließung. Marokko solle sein Engagement für mehr Zusammenarbeit im Bereich Migration und Grenzsicherung einhalten.

Bereits seit 2000 laufen Verhandlungen zwischen Marokko und der EU über ein Rückführungsabkommen. Zeitweise waren diese zum Erliegen gekommen.

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Die Abgeordneten begrüßten die Entscheidung Marokkos, die Aufnahme irregulär in Europa lebender unbegleiteter Minderjähriger zu erleichtern. Marokko und Spanien sollten zusammenarbeiten, damit Kinder zurückgebracht und mit ihren Familien vereint werden könnten.

8000 Migranten überquerten die EU-Grenze

Mitte Mai hatte Marokko als Druckmittel die Grenzkontrollen zur Enklave Ceuta gelockert. Binnen 36 Stunden gelangten rund 8000 Migranten nach Ceuta und damit faktisch in die Europäische Union, darunter etwa 2000 Minderjährige.

Spanien warf Marokko „Erpressung“ vor. Beobachter in Spanien sind davon überzeugt, dass ein Streit über die Westsahara, die bis 1975 spanische Kolonie war, die Krise ausgelöst hat.

RND/dpa

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