Berichte über Einsatz von Spionage-Software gegen Dissidenten: Frankreich ermittelt

Bayern, Ebing: Ein Mann trägt Handschuhe und tippt auf einer Tastatur. Viele Firmen in Deutschland vernachlässigen die mit der Ausweitung des Homeoffice verbundenen Cyberrisiken.

Ein Mann trägt Handschuhe und tippt auf einer Tastatur. (Symbolfoto)

Paris. Das Büro der Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zum mutmaßlich weit verbreiteten Einsatz einer Spionagesoftware gegen Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Dissidenten aufgenommen. Ermittelt werde zu einer ganzen Reihe möglicher Anklagepunkte, darunter Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht, illegale Nutzung von Daten und illegaler Verkauf von Spionagesoftware, erklärte das Büro. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Rechtsbeschwerde von zwei Journalisten und der Investigativ-Website Mediapart.

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Ein globales Medienkonsortium hatte am Sonntag Recherchen veröffentlicht, wonach weltweit mehr als 1000 Personen in 50 Ländern von Kunden des israelischen Herstellers NSO Group für eine mögliche Überwachung ausgesucht worden seien. Dazu wertete das Konsortium nach eigenen Angaben eine Liste mit mehr als 50.000 Mobiltelefonnummern aus, die es von der französischen Gruppe Forbidden Storys und Amnesty International erhalten hatte.

NSO hat unter dem Namen Pegasus eine Malware für Smartphones entwickelt, die persönliche und Standortdaten absaugen und heimlich Mikrofone und Kameras von Handys aktivieren kann. Unter den laut dem Medienkonsortium Betroffenen waren Journalisten und Politiker in Frankreich.

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NSO Group bestritt, jemals eine Liste „potenzieller, früherer oder bestehender Ziele“ geführt zu haben. Die Recherchen seien „voller falscher Annahmen und unbestätigter Theorien“.

RND/AP

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