Der Krisenminister Olaf Scholz

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Wie ein Feuerwehrmann, der von Brandherd zu Brandherd eilt.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Wie ein Feuerwehrmann, der von Brandherd zu Brandherd eilt.

Berlin. Wenn Angela Merkel die Krisenkanzlerin ist, dann ist Olaf Scholz ihr Krisenminister. Der Hausherr im Bundesfinanzministerium kämpft nicht nur gegen eine oder zwei Krisen an, derzeit sind es eher drei oder vier. Und anders als die Kanzlerin ist ihr Vize an der einen oder anderen Krise nicht ganz unschuldig. Cum-Ex-Affäre, Wirecard-Skandal, SPD-Niedergang und Corona – Scholz wirkt derzeit wie ein Feuerwehrmann, der von Brandherd zu Brandherd eilt. Und immer, wenn die Flammen an einer Stelle gelöscht sind, lodern sie an anderer wieder auf.

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Zum Beispiel an diesem Mittwoch. Endlich gibt es mal gute Nachrichten in Sachen Corona und Konjunktur. Die Wirtschaft erholt sich schneller als gedacht, die von Scholz maßgeblich erdachten Konjunkturprogramme mit “Wumms” und “Bazooka” entfalten offenbar Wirkung. Auch beim Haushalt gibt es Erfreuliches zu verkünden: Zwar werden im kommenden Jahr noch einmal gigantische Kreditaufnahmen fällig, aber schon ab 2022 darf Scholz darauf hoffen, die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wieder einhalten zu können – wenn auch mit Ach und Krach.

Es könnte also ein guter Tag sein für den Minister, wäre da nicht diese niederschmetternde Allensbach-Umfrage in der FAZ. Nur neun Prozent der Befragten halten die SPD in ihrer derzeitigen Verfassung für krisentauglich, nur 23 Prozent glauben, dass Kanzlerkandidat Scholz den Rückhalt seiner Partei genießt. Anstatt sich für seine Wirtschafts- und Finanzpolitik zu feiern, muss Scholz also mal wieder erklären, wie er aus einer anderen Krise herauszukommen gedenkt. Und es ist wahrscheinlich, dass die nächsten Monate für ihn so weitergehen.

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Ein Gutes immerhin hat das aus Sicht von Scholz: Vor dem Wahlkampf im kommenden Jahr muss er sich nicht mehr fürchten. Seine Bewährungsprobe hat längst begonnen.

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