Bericht: Zu Guttenberg scheidet bei Augustus Intelligence aus

Der ehemalige Verteidigungs- und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Archivfoto).

Der ehemalige Verteidigungs- und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Archivfoto).

Berlin. Nach dem CDU-Politiker Philipp Amthor zieht sich auch der ehemalige Verteidigungs- und Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg aus dem Verwaltungsrat des US-Unternehmens Augustus Intelligence zurück. Wie die “Welt” berichtet, habe das Unternehmen dies der Zeitung bestätigt. Der 48-Jährige sei von seinem Amt als Mitglied des Verwaltungsrates zurückgetreten, so die Zeitung.

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Mitte Juni hatte der “Spiegel” über eine Lobbyismusaffäre um den 27-jährigen CDU-Politiker Philipp Amthor berichtet. Amthor hatte sich im Herbst 2018 an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gewandt, um politische Unterstützung für Augustus Intelligence zu erhalten.

Auch zu Guttenberg hatte gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel für das Unternehmen geworben. Das hatte der “Spiegel” unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Fabio de Masi gemeldet. Demnach schrieb zu Guttenberg am 3. September 2019 eine E-Mail an die Kanzlerin, in der er auf die beiden Gründer des US-Unternehmens verwies, “offenbar mit dem Ziel eines Gesprächs”. Das Magazin berichtete weiter, dass seine Anfrage erfolglos blieb.

Amthor trat zurück

In einer Mitteilung des Unternehmens werden laut “Welt” die Verdienste von zu Guttenberg in den vergangenen 18 Monaten gewürdigt und dass man hoffe, “dass er mit uns in Verbindung bleibt”. Ob zu Guttenberg weiterhin Anteile behält, ist laut dem Bericht unklar.

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Amthor war nach Bekanntwerden des Lobbyismusskandals von dem Direktorenposten und den Aktienoptionen, die das Unternehmen ihm geboten hatte, zurückgetreten.

Augustus Intelligence hat seinen Firmensitz in New York und Tochterfirmen in Paris und München. Außer zu Guttenberg und Amthor sammelt es hierzulande noch weitere konservative Köpfe um sich: Auch der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist dabei.

RND/lhen

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