Nordsee: Neue Regeln für Schifffahrt und Freizeitsportler
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Daniela Kluckert (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium, spricht.
© Quelle: Marcus Brandt/dpa/Archivbild
Berlin (dpa). Von Freitag an gelten in der Nordsee und im Wattenmeer neue Regeln für Schifffahrt und Freizeitsportler. Neu ist, dass Kitesurfen und ähnliche Sportarten in gesondert ausgewiesene Erlaubniszonen verlagert werden. Außerdem entfällt die Regelung, nach der die Zone I der Nationalparke Wattenmeer drei Stunden vor und nach dem Tidehochwasser nicht befahren werden darf. In dieser Zone dürfen Schiffe aber nur an gesondert ausgewiesenen Stellen trocken fallen - dabei liegen sie aufgrund des tidenabhängigen Wasserstandes einige Zeit im Watt auf Grund, bis der Wasserstand wieder steigt.
Mit der Novelle der Nordsee-Befahrensverordnung seien gemeinsam mit den Küstenländern und Interessensverbänden die Regeln zur Nutzung der Bundeswasserstraßen im Wattenmeer an die Anforderungen der Zeit angepasst worden, teilte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Daniela Kluckert, am Donnerstag mit.
Die Verordnung aktualisiert die seit 1992 bestehenden Regelungen. Damit wird nach Angaben des Ministeriums auf die aktuellen Schutzzwecke der Nationalparke eingegangen.
Die Naturschutzverbände Nabu und BUND kritisierten die Novelle als schlechten Kompromiss. Die Regelungen fielen weit hinter den erforderlichen Schutzbedarf mit ausreichenden Ruhezonen und Geschwindigkeitsbeschränkungen zurück.
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