UN-Chef Guterres: Welt steht schlechter da als vor fünf Jahren

UN-Generalsekretär António Guterres

UN-Generalsekretär António Guterres

New York. UN-Generalsekretär António Guterres glaubt, dass es der Welt schlechter geht als vor fünf Jahren. Grund dafür seien die Coronavirus-Pandemie, die Klimakrise und geopolitische Spannungen, sagte Guterres, der gerade seine zweite Amtszeit begonnen hat, am Donnerstag (Ortszeit).

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Was ihm als UN-Generalsekretär wichtig sei, habe sich nicht geändert, sagte Guterres im Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Das sei, Konflikte zu verhindern, gegen globale Ungerechtigkeiten und die Coronavirus-Pandemie vorzugehen, sowie die Erderwärmung zu bekämpfen.

Vor seinem Amtsantritt am 1. Januar 2017 habe er beim Chef der Vereinten Nationen gedacht, dieser sei „ein Versammler, ein Vermittler, ein Brückenbauer und ein ehrlicher Unterhändler“, der dazu beitragen solle, „Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten von Vorteil sind“. So müsse er „jeden Tag“ vorgehen, sagte Guterres.

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„Keine Macht“

Guterres gab zu verstehen, dass seine Wirkung im Amt begrenzt sei. „Der Generalsekretär der UN hat keine Macht“, sagte er. „Wir können Einfluss haben. Ich kann überreden. Ich kann vermitteln, aber ich habe keine Macht.“

Der Generalsekretär sieht es mit Blick auf eine mutmaßliche russische Bedrohung an der ukrainischen Grenze anders als US-Präsident Joe Biden. „Ich denke nicht, dass Russland in der Ukraine einmarschieren wird, und ich hoffe, dass ich mit meinem Glauben recht habe“, sagte Guterres. Er halte nichts davon, Probleme militärisch zu lösen.

RND/AP

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