Razzia im Netz: US-Behörden sperren iranische Webseiten

Neu gewählter iranischer Präsident Ebrahim Raisi.

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Dubai. Die USA haben mehrere Domainnamen von Webseiten beschlagnahmt, die dem Iran nahestehen. Es seien etwa drei Dutzend Websites außer Betrieb gesetzt worden, verlautete aus US-Behördenkreisen.

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Die Mehrheit davon stehe mit iranischen Versuchen in Verbindung, Falschinformationen zu verbreiten. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete, dass die US-Regierung die Seiten unter ihre Kontrolle gebracht habe.

Als Webseiten des englischsprachigen Senders des iranischen Staatsfernsehens, Press TV, des arabischsprachigen Kanals des Staatsfernsehens, Al-Alam, und des Satellitennachrichtensenders der jemenitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, am Dienstag aufgerufen wurden, gab es einen Beschlagnahmungshinweis.

Viele Domainnamen betroffen

Darin stand, die Seiten seien „im Rahmen eines Vorgehens“ des Amts für Industrie und Sicherheit, des Amts für Export-Kontrolle und der Bundespolizei FBI außer Betrieb genommen worden.

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Betroffen waren mehrheitlich offenbar die Domainnamen .net, .com und .tv. Das Kürzel .tv gehört dem Pazifikstaat Tuvalu, wird aber von dem US-Unternehmen Verisign verwaltet. Die Webseite von Press TV mit Sitz im Iran, PressTV.ir, war nicht betroffen.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA sind derzeit hoch. Andere Länder versuchen, das Atomabkommen mit dem Iran von 2015 aufrecht zu erhalten. Vergangene Woche ging der Hardliner Ebrahim Raeissi als Sieger aus der iranischen Präsidentschaftswahl hervor.

Hamas-Website unter Kontrolle

Raeissi teilte am Montag mit, dass er nicht den US-Präsidenten Joe Biden treffen werde. Er schloss auch Verhandlungen mit dem Westen über das iranische Raketenprogramm und über die iranische Unterstützung für Milizen in der Region aus.

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Auch der Domainname der Nachrichtenwebsite Palestine Today, auf der die Haltung der Extremistengruppen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen ausgestrahlt wird, wurde von der US-Regierung unter deren Kontrolle gebracht. Beim Abruf war die gleiche Notiz wie bei den anderen Webseiten zu sehen.

RND/AP

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