Zypern: Polizei treibt Migranten auseinander - Warnschüsse abgefeuert

Grace Enjei, 24 (r) und Daniel Ejuba, 20, Migranten aus Kamerun, sitzen in einem blauen Zelt hinter dem "Haus der Zusammenarbeit" innerhalb der von den Vereinten Nationen kontrollierten Pufferzone in der Hauptstadt des geteilten Zyperns. (Symbolbild)

Grace Enjei, 24 (r) und Daniel Ejuba, 20, Migranten aus Kamerun, sitzen in einem blauen Zelt hinter dem "Haus der Zusammenarbeit" innerhalb der von den Vereinten Nationen kontrollierten Pufferzone in der Hauptstadt des geteilten Zyperns. (Symbolbild)

Nikosia. Die Bereitschaftspolizei der Insel Zypern hat Warnschüsse abgefeuert, um eine Gruppe von rund 200 Migranten in der Ferienstadt Paphos auseinander zu treiben. Fast zeitgleich kam es am späten Dienstagabend Polizeiangaben nach in einem Aufnahmelager nahe der Hauptstadt Nikosia zu Ausschreitungen zwischen Bewohnern.

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In beiden Fällen wurden die Polizisten demnach mit Steinen beworfen. Mehrere Menschen wurden in Polizeigewahrsam genommen, sagte der Sprecher der Polizei, Christos Andreou, am Mittwochmorgen im staatlichen Rundfunk (RIK). Die Ursachen der Unruhen seien unklar, hieß es.

Die Einwohner des Stadtteils Chloraka monieren, dort hätte sich eine Art Ghetto gebildet, in dem Hunderte Migranten leben und die Polizei die Kontrolle verloren habe, berichteten zyprische Medien übereinstimmend.

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Die EU-Inselrepublik Zypern bittet immer wieder die anderen EU-Mitgliedsstaaten, Migranten aufzunehmen. Allein vergangenen Oktober und November seien auf Zypern nach Angaben des Innenministers Nikos Nouris 4000 Migranten angekommen. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße gingen laut EU-Statistik 2020 die meisten Asylanträge in der Europäischen Union in Zypern ein.

RND/dpa

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