Auch Treffen mit Fifa-Präsident Infantino geplant

Reise nach Katar: DFB-Präsident Neuendorf will über Menschenrechte sprechen

Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Berlin. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Bernd Neuendorf, will bei seiner am 31. Oktober beginnenden Katar-Reise mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) über Menschenrechte sprechen. „Die Haltung des DFB ist klar: Wir treten weiter entschieden für einen Entschädigungsfond der Fifa für die Familien von verstorbenen oder verletzten Arbeitern ein“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Darüber möchte ich in Doha erneut mit Fifa-Präsident Gianni Infantino sprechen. Beim Austausch mit Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani, dem Präsidenten des Katarischen Fußballverbands, und der katarischen Regierung muss unter anderem die Forderung nach einem Zentrum für Arbeitsmigrantinnen und -migranten im Vordergrund stehen. Diese sollen hier über ihre Rechte aufgeklärt und bei konkreten Anliegen unterstützt werden.“

DFB betont Austausch mit Amnesty und Human Rights Watch

Neuendorf betonte im Vorfeld der WM, die am 20. November in Katar beginnt, habe der DFB zuletzt einen regelmäßigen Austausch mit NGO‘s wie Amnesty International oder Human Rights Watch geführt. Die Sichtweisen dieser zivilgesellschaftlichen Partner seien in Gespräche mit Vertretern des katarischen Fußballs und der Fifa eingeflossen. Sie würden nun auch eine Rolle bei der gemeinsamen Reise mit Faeser spielen.

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„Im Mittelpunkt der Reise stehen die Menschenrechtsfragen, die rund um das Turnier diskutiert werden, etwa der Schutz von queeren Menschen vor Diskriminierung und Verfolgung sowie die Verantwortung für Wanderarbeiter, die die WM‑Stadien gebaut haben“, teilte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Berlin mit. Neben Neuendorf wird die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Luise Amtsberg (Grüne), mitfliegen. Faeser sei es wichtig, in Katar auch Vertretende der Zivilgesellschaft, insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zu treffen, „um aus erster Hand einen Eindruck über ihre Lage zu erhalten“, erklärte die Sprecherin.

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Amnesty International hatte in dieser Woche eingeräumt, die im Golfstaat vor wenigen Jahren eingeführten Reformen des Arbeitsrechts hätten zwar zu deutlichen Verbesserungen geführt. Es gebe aber weiterhin „legale Schlupflöcher“. Tausende Arbeiter und Arbeiterinnen warteten etwa auf bislang nicht gezahlte Löhne oder würden am Jobwechsel gehindert. Hausangestellte arbeiteten bis zu 18 Stunden täglich und hätten keinen Ruhetag.

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