Jetzt auch offiziell

Putins Söldnertruppe Wagner eröffnet Hauptquartier

Kämpfer im Dienste Russlands in der besetzten Region Luhansk in der Ukraine.

Kämpfer im Dienste Russlands in der besetzten Region Luhansk in der Ukraine.

St. Petersburg. Die russische Söldnertruppe Wagner agierte lange nur verdeckt – jetzt ist in St. Petersburg das erste offizielle Hauptquartier eröffnet worden. Das berichten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Demnach liefen am Eröffnungstag Menschen in Tarnkleidung durch das Gebäude. Auch eine Ausstellung zu Drohnen soll gezeigt worden sein.

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Der Putin-Vertraute Jewgeni Prigoschin hatte erst kürzlich öffentlich erklärt, die Gruppe gegründet zu haben. Das neue Hauptquartier solle „ein komfortables Umfeld für die Entwicklung neuer Ideen zur Verbesserung der russischen Verteidigungsfähigkeit“ schaffen.

Russland und Ukraine tauschen Hunderte Gefangene aus

Das vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Filmmaterial zeigt eine Gruppe von Männern, die mit Bussen an einem nicht genannten Ort ankamen.

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Wagner nimmt jetzt auch erkrankte Strafgefangene auf

Insbesondere beim russischen Angriffskrieg spielt die Gruppe Wagner eine Rolle, sie kämpft seit 2014 in der Ukraine. Söldner der Gruppe sind aber auch in Lateinamerika und Afrika im Einsatz. Seit Jahren wird die Gruppe verdächtigt, Moskaus Außenpolitik vor allem mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Der Kreml hatte jegliche Verbindungen bislang stets abgestritten.

Derweil soll die Söldnergruppe wegen hoher Verluste ihre strengen Einstellungskriterien deutlich abgeschwächt haben, berichtet der britische Geheimdienst. „In früheren Konflikten hat sie relativ hohe Rekrutierungsstandards aufrechterhalten, und viele ihrer Söldner hatten zuvor als professionelle russische Soldaten gedient“, hieß es aus dem britischen Verteidigungsministerium.

Gruppe Wagner nimmt auch schwer erkrankte Häftlinge in ihren Reihen auf

Wagner-Chef Prigoschin hatte zuletzt in einem Onlinebeitrag nahegelegt, die Gruppe nehme inzwischen auch Gefängnishäftlinge mit schweren Krankheiten wie Hepatitis C auf. „Die Aufnahme von Gefangenen mit ernsthaften medizinischen Bedenken unterstreicht, dass jetzt Menge über Erfahrung oder Qualität gestellt wird“, kommentierte das britische Ministerium.

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Erst vor Kurzem habe Prigoschin zudem über Pläne zur Errichtung einer 200 Kilometer langen Abwehrstellung namens „Wagner-Linie“ im Osten der Ukraine gesprochen. „Dieses Unterfangen würde große Arbeitskraft erfordern. Es besteht die realistische Möglichkeit, dass einige der aus Strafanstalten rekrutierten Häftlinge zunächst zum Aufbau der Verteidigungsanlagen eingesetzt werden“, hieß es in London.

RND/alx

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