„Kampfbereitschaft erhöhen"

Russland prüft wohl Verlängerung des Wehrdienstes auf zwei Jahre

In Kasan werden Rekruten verabschiedet, die im Rahmen der Mobilmachung an die Front in der Ukraine entsendet werden. (Archivbild)

In Kasan werden Rekruten verabschiedet, die im Rahmen der Mobilmachung an die Front in der Ukraine entsendet werden. (Archivbild)

Moskau. Der russische Föderationsrat will offenbar die Verlängerung des Wehrdienstes auf zwei Jahre prüfen. Das berichtet die osteuropäische Nachrichtenagentur Nexta mit Bezug auf die Aussagen des Chefs des Verteidigungsausschusses Wiktor Bondarew.

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Auch ein Abgeordneter der russischen Staatsduma hat einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Die Verlängerung würde es ermöglichen, das Militärpersonal qualitativ auszubilden, sagte der Abgeordnete Michail Scheremet gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria.

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Das derzeitige Format erlaube keine qualitativ hochwertige Ausbildung eines Soldaten, so Schemeret. Es sei sehr schwierig und problematisch, sich nur ein Jahr lang zu trainieren und vorzubereiten. „Aber zwei Jahre sind durchaus die beste Option.“ Dies müsse schnell umgesetzt werden, „um die Kampfbereitschaft unserer Armee zu erhöhen“, so der Abgeordnete von der von Russland völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Halbinsel Krim.

Mobilmachung wird trotz offiziellem Ende fortgeführt

In Russland wurde Ende Oktober die von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete Teilmobilmachung von 300.000 Mann für beendet erklärt. Dennoch werde sie laut Militärexperten im Verborgenen weitergeführt. So seien laut des US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) auch nach dem offiziellen Ende in mehreren Regionen weiterhin Mobilisierungsbescheide ausgehändigt. Bei der Mobilmachung hatte es zum Teil große Probleme gegeben, die auch Putin selbst einräumen musste.

Im Rahmen der Wehrpflicht seien zuletzt außerdem von 2700 Einberufungsausschüssen im ganzen Land gut 120.000 Männer eingezogen worden, so das ISW in Bezug auf Aussagen des Verteidigungsministers Schoigu. Die Männer sollen jedoch nach Angaben des Generalstabs weder in den teilweise von Russland besetzten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Cherson und Spaorischschja eingesetzt werden noch an Kampfhandlungen teilnehmen. Das Verteidigungsministerium beruft bereits seit Jahren halbjährlich Männer zum Militärdienst im Rahmen der Wehrpflicht ein.

RND/sic

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