Gesamte kritische Infrastruktur zerstört

Selenskyj kündigt weitere Befreiung von besetzten Gebieten an - „Wir werden niemanden zurücklassen“

Ukrainer versammeln sich im Zentrum von Kiew, um die Rückeroberung der Stadt Cherson zu feiern.

Ukrainer versammeln sich im Zentrum von Kiew, um die Rückeroberung der Stadt Cherson zu feiern.

Kiew. Nach der Rückeroberung der südukrainischen Gebietshauptstadt Cherson hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Befreiung weiterer derzeit von Russland besetzter Gebiete angekündigt. „Wir vergessen niemanden, wir werden niemanden zurücklassen“, sagte Selenskyj am Samstagabend in seiner täglichen Videoansprache. Auch auf der bereits 2014 von Moskau annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim werde irgendwann wieder die ukrainische Flagge wehen, versprach der Staatschef.

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Russland hatte das Gebiet Cherson kurz nach Beginn seines Angriffskriegs Ende Februar weitgehend erobert und im September - ebenso wie die Gebiete Saporischschja, Luhansk und Donezk - völkerrechtswidrig annektiert. Unter dem Druck ukrainischer Gegenoffensiven zog Moskau in den vergangenen Tagen seine Truppen aus allen Teilen Chersons ab, die nordwestlich des Flusses Dnipro liegen - darunter fällt auch die gleichnamige Gebietshauptstadt Cherson.

Viel Sprengstoff aus Cherson zu entfernen

Die ukrainischen Soldaten haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr als 60 Siedlungen in der Region Cherson unter ihre Kontrolle gebracht. „Überall im befreiten Gebiet haben unsere Sprengstofftechniker viel zu tun“, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache am Samstag. „Fast 2000 Sprengstoffgegenstände sind bereits entfernt worden. Vor der Flucht aus Cherson haben die Besatzer die ganze kritische Infrastruktur zerstört - Kommunikation, Wasserversorgung, Heizung, Strom“, sagte Selenskyj mit Blick auf Russland.

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RND/dpa/AP

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