Russische Vorwürfe gegen Ukraine

Bau von „schmutziger Bombe“: Atomenergiebehörde kündigt „unabhängige Überprüfung“ an

Das von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zur Verfügung gestellte Handout zeigt IAEA-Experten am Atomkraftwerk Saporischschja. (Archivfoto)

Das von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zur Verfügung gestellte Handout zeigt IAEA-Experten am Atomkraftwerk Saporischschja. (Archivfoto)

Die Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hat eine „unabhängige Überprüfung“ der Vorwürfe Russlands, die Ukraine würde an einer „schmutzigen Bombe“ - also einer Bombe mit atomarem Material - bauen, angekündigt. Das werde noch in dieser Woche passieren. IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi sagte weiter, dass die Schaffung einer Sicherheitszone um das Kernkraftwerk Saporischschja weiter Priorität habe.

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Internationale Atomenergiebehörde entsendet Beobachter in die Ukraine

Die IAEA entsendet wegen der Vorwürfe Russlands, die Ukraine plane offensichtlich den Einsatz einer sogenannten schmutzigen Bombe, eine Beobachtermission.

+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Vorwürfe gegen die Ukraine am Donnerstag bekräftigt. Russland sei für die schnelle Entsendung einer Beobachtermission der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in die Ukraine, sagte Putin. Der Kremlchef warf Kiew vor, „die Spuren des Baus einer ‚schmutzigen Bombe‘ verwischen“ zu wollen. Auch die Ukraine hatte IAEA-Experten eingeladen, sich von der Haltlosigkeit der russischen Vorwürfe zu überzeugen.

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„Schmutzige Bombe“: Westen weißt Behauptung Russlands zurück

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte am Dienstag unter anderem in Telefongesprächen mit Kollegen der europäischen Atommächte Großbritannien und Frankreich behauptet, Kiew plane zur Diskreditierung Moskaus, eine radioaktive Bombe zu zünden. Die westlichen Atommächte und die Ukraine wiesen die Behauptung zurück.

Eine solche „schmutzige Bombe“ besteht aus radioaktivem Material, das mit konventionellem Sprengstoff freigesetzt wird. Im Unterschied zu einer Atombombe kommt es zu keiner nuklearen Kettenreaktion. Die Atomenergiebehörde in Wien kontrolliert regelmäßig zivile Nuklearanlagen in der Ukraine und auf der ganzen Welt, um sicherzustellen, dass kein spaltbares Material für militärische Zwecke missbraucht wird.

RND/seb/dpa

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