Telefonat mit Selenskyj

Scholz: Russlands Behauptung einer „schmutzigen Bombe“ ist haltlos

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht.

Bundeskanzler Olaf Scholz.

Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die von Russland erhobenen Anschuldigungen, wonach die Ukraine den Einsatz einer „schmutzige Bombe“ vorbereiten soll, „entschieden als haltlos“ bezeichnet. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montagabend in Berlin nach einem Telefonat von Scholz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit. „Der Bundeskanzler war sich mit dem ukrainischen Präsidenten einig, dass die von ukrainischer Seite initiierten unabhängigen Untersuchungen der Internationalen Atomenergieagentur hieran jeden Zweifel beseitigen würden“, erklärte Hebestreit.

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Russland hatte behauptet, Kiew plane zur Diskreditierung Moskaus eine radioaktive Bombe zu zünden. Die westlichen Atommächte und die Ukraine wiesen die Behauptung zurück. Eine solche „schmutzige Bombe“ würde aus radioaktivem Material bestehen, das mit konventionellem Sprengstoff freigesetzt wird.

Scholz kündigte weitere Waffenlieferungen an

Scholz erklärte laut Hebestreit in dem Telefonat mit Selenskyj, dass Deutschland nicht nachlassen werde, die Ukraine politisch, finanziell und humanitär sowie in der Verteidigung ihrer Souveränität und territorialen Integrität konkret zu unterstützen, „einschließlich bei Waffenlieferungen“. Der Bundeskanzler habe den „anhaltenden gezielten Beschuss“ ziviler Infrastruktur in der Ukraine durch die russischen Streitkräfte verurteilt. Zudem hätten Scholz und Selenskyj dazu aufgerufen, die Durchführung und Verlängerung des Getreideabkommens unter der Ägide der Vereinten Nationen nicht zu gefährden, um die globale Ernährungssituation nicht weiter zu belasten.

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Selenskyj dankte Scholz nach eigenen Angaben erneut für das Flugabwehrsystem Iris-T, das sich bereits sehr bewährt habe. Es sei über weitere Möglichkeiten gesprochen worden, wie Deutschland die Ukraine unterstützen könne, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Dabei gehe es vor allem um die Erneuerung der ukrainischen Infrastruktur nach den Zerstörungen durch russische Luftangriffe.

RND/dpa

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