Nach Finnland und Schweden

Bei Unabhängigkeit von Großbritannien: Schottland will in die Nato

Nicola Sturgeon bei einer Parteiveranstaltung.

Für den Fall einer Unabhängigkeit Schottlands will Regierungschefin Nicola Sturgeon das Land in die Nato führen. Sie gehe von einer „überwältigenden Zustimmung“ in der Bevölkerung für eine eigenständige Mitgliedschaft in dem Militärbündnis aus, sagte Sturgeon in einem Interview der Nachrichtenagentur AP am Dienstag.

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Argumente von Kritikern, wonach eine Unabhängigkeit Schottlands das Vereinigte Königreich schwächen würde und damit ausgerechnet jetzt auch die westliche Sicherheitsallianz als Ganzes, wies sie zurück. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine mache es umso wichtiger, dass Schottland sich voll und ganz an den Lösungsfindungen für die Herausforderungen in der Welt beteilige, sagte Sturgeon. „Und die Unabhängigkeit wappnet uns dafür besser.“

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Sturgeon gab bekannt, bis Ende nächsten Jahres ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum abhalten zu wollen. Bei einer Abstimmung 2014 hatte eine Mehrheit der schottischen Wähler die Unabhängigkeit von Großbritannien abgelehnt. Der spätere Brexit hat in Schottland für Verärgerung gesorgt. Dort wird vermutet, dass jüngere Wähler eine Unabhängigkeit unterstützen könnten.

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Eine Loslösung vom Königreich wäre indes mit genauso vielen Hürden verbunden wie ein möglicher Beitritt zur Militärallianz. Das Atomwaffenarsenal des Vereinigten Königreichs etwa ist schon seit langem in Schottland stationiert. Und Sturgeons Partei, die Scottish National Party, ist gegen Nuklearwaffen. Die Regierungschefin sagte am Dienstag „äußerst verantwortungsvolle“ Gespräche mit London über eine Verlegung der Atomwaffen zu.

RND/AP

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