„Muss für Bedürftige noch in diesem Jahr kommen“

Sozialverband zu steigenden Gaspreisen: VdK-Präsidentin fordert Härtefallfonds

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat sich für die Einrichtung eines Härtefallfonds ausgesprochen, um bedürftige Menschen vor den steigenden Energiepreisen zu schützen.

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat sich für die Einrichtung eines Härtefallfonds ausgesprochen, um bedürftige Menschen vor den steigenden Energiepreisen zu schützen.

Essen, Berlin. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat sich für die Einrichtung eines Härtefallfonds ausgesprochen, bis die vorgeschlagene Gaspreisbremse greift. Die Menschen müssten vor den „explodierenden Kosten“ geschützt werden.

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Das sagte Bentele in den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Dienstag). „Die Gaspreisbremse kommt aber erst im März oder April. Bis dahin werden viele Menschen in ihren Wohnungen frieren müssen.“ Für alle, die ihre Gasabschläge trotz einer für Dezember vorgesehenen Zahlung nicht bewältigen könnten, brauche es jetzt Hilfe aus einem Härtefallfonds. „Dieser muss für Bedürftige noch in diesem Jahr kommen.“

Bentele begrüßte den am Montag präsentierten Vorschlag der Expertenkommission zur Gaspreisbremse, im Dezember die Abschlagszahlungen für die privaten Haushalte komplett zu übernehmen. „Es ist eine unbürokratische und schnelle Lösung im Sinne des VdK, hier keine langwierigen Einzelfallprüfungen vorzunehmen.“

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Preisdeckel für die Industrie

Mit einer staatlichen Einmalzahlung im Dezember und einer anschließenden Gaspreisbremse will die von der Bundesregierung einberufene Expertenkommission Bürger und Industrie von den hohen Energiekosten entlasten. Die Preise sollen durch den staatlichen Zuschuss auf zwölf Cent pro Kilowattstunde sinken - aber lediglich für 80 Prozent des geschätzten bisherigen Verbrauchs, um weiter einen Sparanreiz zu geben, hieß es am Montag bei der Vorstellung des Zwischenberichts der sogenannten Gaskommission in Berlin. Für die Industrie soll es ab Januar einen Preisdeckel geben. Über die Umsetzung der Kommissionsvorschläge muss die Bundesregierung entscheiden.

Bundesregierung bringt Abwehrschirm auf den Weg

Die Bundesregierung hat den milliardenschweren Abwehrschirm zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen angesichts hoher Energiepreise auf den Weg gebracht.

Die Mitglieder der Kommission schätzen die Kosten für ihren Vorschlag auf 90 bis 95 Milliarden Euro, rund 65 Milliarden Euro davon kämen Haushalten und kleinen Unternehmen zugute, 25 Milliarden Euro der Industrie.

RND/epd

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