Reaktion auf Äußerungen von Michael Kretschmer

SPD-Chefin Esken warnt: Keine erneute Abhängigkeit von russischem Gas

Saskia Esken, SPD-Vorsitzende (Archivbild)

Saskia Esken, SPD-Vorsitzende (Archivbild)

Berlin. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat vor einer Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland nach dem Krieg gewarnt.

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„Wir werden auch nach dem Krieg ganz klar unsere Abhängigkeit von russischen Energielieferungen nicht wieder aufbauen. Da sind wir froh, dass wir jetzt die wichtigsten Schritte gemacht haben, um da rauszukommen“, sagte Esken am Montag in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. Es sei ein großer Fehler gewesen, sich in der Energieversorgung von einem Staat abhängig zu machen. „Da sollten wir nicht darüber nachdenken, den wieder zu begehen.“

Kretschmar will Gaslieferungen wieder aufnehmen

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich am Wochenende für eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach dem Krieg ausgesprochen. „Wir brauchen langfristige Verträge für Flüssiggaslieferungen aus den USA, Katar und anderen arabischen Ländern. Außerdem müssen wir endlich eigenes Erdgas in der Nordsee erschließen. Und wenn der Krieg vorbei ist, sollten wir auch wieder Gas aus Russland nutzen“, sagte er der „Bild am Sonntag.“

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Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter nannte die Forderung nach einer Rückkehr zu russischem Gas „populistisch und unverantwortlich“. Wer das fordere, müsse dann auch sagen, dass er „Lust habe, Russland Geld zu geben, damit es noch mehr Drohnen im Iran einkaufen kann, um noch mehr in der Ukraine zu zerstören“, sagte Hofreiter dem Fernsehsender Phoenix. Wenn die Union es ernst meine, dass sie an der Seite der Ukraine stehe, dann müsse CDU-Parteichef Friedrich Merz Ministerpräsident Kretschmer zur Verantwortung rufen.

RND/dpa

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