„Kein Schutz für Parlamentarier“

Chef des russischen Parlaments will Abgeordnete in den Krieg schicken

Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin nimmt an einer Sitzung der Staatsduma teil. (Archivbild)

Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin nimmt an einer Sitzung der Staatsduma teil. (Archivbild)

Moskau. Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hat die Abgeordneten der Staatsduma nach dem Befehl für eine Teilmobilmachung zur Teilnahme an dem Krieg in der Ukraine aufgerufen.

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„Wer den Anforderungen der Teilmobilmachung genügt, sollte mit seiner Teilnahme bei der militärischen Spezialoperation helfen“, teilte der Duma-Chef am Donnerstag in seinem Nachrichtenkanal bei Telegram mit. „Es gibt keinen Schutz für die Abgeordneten.“ Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch die Teilmobilmachung angeordnet. 300.000 Reservisten mit Kampferfahrungen sollen eingezogen werden.

Demos in Russland nach Teilmobilmachung

Menschenrechtsgruppen sprachen von mehr als 100 Festnahmen in mindestens 15 Städten im ganzen Land.

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Der Parlamentschef reagierte damit auf die wohl in Abgeordnetenkreisen nicht seltene Auffassung, für sie gelte der Aufruf Putins zur Landesverteidigung nicht. Ein Abgeordneter hatte gemeint, er werde im Land gebraucht.

Wolodin: Russische Truppen kämpfen in der Ukraine auch gegen „Kräfte der Nato“

Zugleich lobte Wolodin, dass es Parlamentarier gebe, die bereits im Donbass im Einsatz seien. Eingezogen werden nach seiner Darstellung nur Reservisten mit Kampferfahrungen und militärischen Spezialausbildungen.

Der Vertraute von Putin räumte nach Straßenprotesten und Berichten über eine massenhafte Flucht junger Russen aus dem Land auch ein, dass „Fragen aufkommen, die unsere Bürger beunruhigen“. Wolodin sagte, dass die russischen Truppen in der Ukraine heute auch gegen die „Kräfte der Nato“ kämpfen. „In der Ukraine gibt es Nato-Ausbilder, Söldner aus Nato-Staaten, Nato-Technik, Waffen und Munition“, sagte er. Es müssten dort 1000 Kilometer Frontlinie verteidigt werden.

RND/dpa

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