Schlag gegen russische Söldnergruppe

Mit Himars-Raketenwerfer: Ukrainische Armee zerstört offenbar Wagner-Hauptquartier in Luhansk

Ein am 18. Juni 2013 von der amtlichen jordanischen Nachrichtenagentur (Petra) veröffentlichtes Handoutbild zeigt US-Raketenwerfer Himars (High Mobility Artillery Rocket System) beim Abschuss einer Rakete während der Militärübung Eager Lion. (Archivbild)

Ein am 18. Juni 2013 von der amtlichen jordanischen Nachrichtenagentur (Petra) veröffentlichtes Handoutbild zeigt US-Raketenwerfer Himars (High Mobility Artillery Rocket System) beim Abschuss einer Rakete während der Militärübung Eager Lion. (Archivbild)

Die ukrainische Armee hat am Sonntag offenbar das Hauptquartier der russischen Söldnertruppe Wagner im Donbass zerstört. Das berichtet unter anderem das „Institute for the Study of War“ (ISW) unter Berufung auf russische und ukrainische Quellen. In den sozialen Netzwerken kursieren zudem zahlreiche Bilder und Videos, die die Auswirkungen eines Raketenangriffs auf das Wagner-Lager in der Stadt Poposna in der Region Luhansk dokumentieren sollen.

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Das US-finanzierte „Radio Liberty“ berichtete auf Telegram über prorussische Sender, die von der Attacke erzählten. Einige Aufnahmen konnte der Radiosender nach eigenen Angaben anhand anderer Bilder dem Ort zuordnen. Auch der Gouverneur der Region Luhansk, Serhiy Haidai, bestätigte auf Telegram den Angriff. Laut der osteuropäischen Nachrichtenagentur Nexta hat die russische Seite den Vorfall ebenfalls bestätigt. Eine offizielle Stellungnahme des Kremls gibt es allerdings noch nicht. Die Zahl der Opfer ist ebenfalls unklar.

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Der „Welt“-Journalist Alfred Hackensberger berichtet jedoch, dass es „viele Tote und Verwundete“ gegeben haben soll. Er berichtet zudem, dass der Angriff auf das Quartier mithilfe des US-Raketenwerfers Himars durchgeführt worden sein soll. Davon spricht auch das Mitglied der Investigativgruppe Bellingcat, Ariel Toler.

Nach ISW-Informationen könnte ein russischer Blogger für die Lokalisierung des Lagers verantwortlich sein. Dieser soll bei einem Besuch Anfang August Fotos gemacht und diese auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht haben.

Söldnertruppe lange vor Krieg in der Ukraine für Putin aktiv

Schon lange bevor sich die Wagner-Söldner Russlands Truppen im Angriffskrieg gegen die Ukraine anschlossen, hat der Kreml sie bei verdeckten Militäroperationen in mindestens einem halben Dutzend afrikanischer Länder eingesetzt, unter anderem in Mali. Sie soll auch schon in Syrien, der Zentralafrikanischen Republik und auch früher in der Ukraine gekämpft haben.

Die Wagner-Gruppe stellt sich selbst als ein privater militärischer Auftragnehmer dar, und der Kreml bestreitet jegliche Verbindung zu ihr, ja manchmal sogar, dass sie überhaupt existiert. Aber Wagners Verflechtung mit russischen Interessen ist in der Ukraine offen zutage getreten: Dort sind die Kämpfer der Gruppe mit ihrem weißen Totenkopf-Emblem auf ihrer Kleidung unter den russischen Soldaten, die gegenwärtig den Osten der Ukraine angreifen.

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Britischer Geheimdienst rechnet mit über 1000 Wagner-Soldaten in der Ukraine

Nach Ansicht des Britischen Geheimdienstes ist die Söldnergruppe bereits im März in den Osten der Ukraine verlegt worden, wo mehr als 1000 ihrer Kämpfer im Einsatz sein sollen.

Gabidullin selbst begründet seinen Gang an die Öffentlichkeit auch damit, dass er Putins Krieg in der Ukraine als Fehler sieht. Er habe nie gegen ein Brudervolk kämpfen wollen. Reue aber sollten Leser nicht erwarten. Gabidullin nutzt das Buch, um sich zu rechtfertigen. Und er fordert eine offizielle Anerkennung der Kämpfer der Private Military Companies (PMC), der militärischen Privatunternehmen.

„Finde ich zynisch“: Militärexperte widerspricht Forderungen nach Ende von Waffenlieferungen

Brigadier Philipp Eder, der die Abteilung Militärstrategie beim österreichischen Bundesheer leitet, plädiert für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine.

„Putins Koch“ finanziert die Söldnertruppe

Finanziert wird die Wagner Group nach US-Erkenntnissen von Jewgeni Prigoschin, einem engen Vertrauten des russischen Präsidenten, der wegen seiner beim Kremlchef beliebten Restaurants manchmal „Putins Koch“ genannt wird. Die USA haben ihn wegen Verschwörung zur Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 angeklagt und - wie die EU - auf die Sanktionsliste gesetzt.

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RND/sf/jst mit dpa

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