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„Wir müssen uns einigen“

Selenskyj bereit, über Neutralität der Ukraine zu verhandeln

Dieses vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während des Interviews mit unabhängigen russischen Nachrichtenmedien.

Lwiw. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gegenüber unabhängigen russischen Medien seine Bereitschaft geäußert, Russland Sicherheitsgarantien wie einen atomwaffenfreien Status der Ukraine zu bieten. Die Ukraine sei auch zur Neutralität bereit, sagte Selenskyj weiter. Dies müsse aber vom ukrainischen Volk in einem Referendum entschieden werden.

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„Wir müssen uns mit dem Präsidenten der Russischen Föderation einigen“, gab der ukrainische Präsident an. Damit es dazu komme, müsse Putin „da raus kommen“ und ihn, Selenskyj, treffen. Das sagte Selenskyj in einem Interview der Nachrichtenwebsite Medusa, des Fernsehsenders Doshd und der Wirtschaftszeitung „Kommersant“.

Entscheidung der Nato: Keine Panzer und Kampfjets für Ukraine

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Selenskyj bietet Referendum an

Den Reportern sagte Selenskyj, nach einem Rückzug russischer Soldaten aus der Ukraine sollten ukrainische Wähler in einem Referendum über das Thema Neutralität und einen Verzicht auf eine Nato-Mitgliedschaft abstimmen. Nach einem Abzug könnte eine Volksabstimmung innerhalb Monaten stattfinden, sagte Selenskyj.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte dagegen, ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin sei erst möglich, wenn bereits in allen wichtigen Streitpunkten eine Lösung vereinbart sei. Die Ukraine wolle Gespräche nur vortäuschen, sagte Lawrow serbischen Medien. Russland dagegen brauche konkrete Ergebnisse, die die Präsidenten dann festhalten sollten.

Russland verbot die Veröffentlichung des Interviews. Die Kommunikationsaufsicht Roskomnadsor teilte mit, gegen die russischen Medien hinter dem Interview könnten Maßnahmen ergriffen werden. Unter den Medien seien solche, „die als ausländische Agenten agieren“, teilte die Aufsicht mit.

Selenskyj sagte zum Verbot, dass die russische Regierung Angst vor einer relativ kurzen Unterhaltung mit Journalisten habe. „Es wäre lustig, wenn es nicht so tragisch wäre“, sagte Selenskyj der ukrainischen Nachrichtenagentur RBK Ukraina zufolge.

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Verhandlungsrunde in Türkei am Montag oder Dienstag

Derweil soll in diesen Tagen eine weitere Verhandlungsrunde in der Türkei beginnen. Dabei werde es der Ukraine vor allem um „Souveränität und territoriale Integrität“ gehen, so Selenskyj. Die Ukraine strebe einen unverzüglichen Frieden an, sagte der Präsident in seiner nächtlichen Ansprache an die Nation am Sonntag. „Es gibt eine Gelegenheit und eine Notwendigkeit eines Treffens von Angesicht zu Angesicht in der Türkei. Das ist nicht schlecht. Lasst uns das Ergebnis abwarten“, sagte Selenskyj.

Das Treffen in der Türkei soll nach widersprüchlichen Angaben der ukrainischen Delegation und der russischen Delegation entweder am (heutigen) Montag oder Dienstag beginnen.

Selenskyj teilte mit, dass er in dieser Woche weiter an Parlamente appellieren werde, um sie auf die Lage in belagerten Städten wie Mariupol in der Ukraine aufmerksam zu machen. Selenskyj bedankte sich beim ukrainischen Militär. Die Soldaten stoppten „die Besatzer und in einigen Gegenden unternehmen sie sogar Schritte nach vorn. Gut gemacht“, sagte Selenskyj.

RND//AP

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