Streit bei Twitter

„Verschwörungstheorien“: Sigmar Gabriel und Ukraine-Botschafter Melnyk streiten auf Twitter

Sigmar Gabriel (SPD) verteidigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen die Kritik von ukrainischer Seite.

Berlin. Zwischen dem ehemaligen Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, ist ein Streit über die jahrelange Russland-Politik der SPD ausgebrochen. Gabriel hatte in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“ dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk „Verschwörungstheorien“ vorgeworfen.

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Melnyks Behauptung, Steinmeier habe in seiner aktiven Zeit als Politiker „seit Jahrzehnten ein Spinnennetz der Kontakte mit Russland geknüpft“, die bis in die heutige Regierung hineinwirkten, unterstelle, dass der frühere Kanzleramts- und Außenminister die Interessenvertretung Russlands in Deutschland mit organisiert habe. „Das ist wahrheitswidrig und bösartig“, schrieb Gabriel. Melnyk hatte sich Anfang des Monats entsprechend im „Tagesspiegel“ geäußert.

Debatte geht auf Twitter weiter

Nach Gabriels Beitrag kam es bei Twitter zu einem Wortwechsel zwischen dem ehemaligen Außenminister und Melnyk. Der ukrainische Botschafter schrieb: „Bösartig ist vor allem Ihre und Ihrer SPD-Kumpane jahrelange Putin-freundliche Politik gewesen, die den barbarischen Vernichtungskrieg gegen den ukrainischen Staat, die ukrainische Nation, die ukrainische Kultur, gegen ukrainischen Frauen und Kinder erst herbeigeführt hat.“

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Melnyk warf Gabriel zudem vor, seine „persönliche politische Verantwortung für das Putinsche Projekt Nord Stream 2“ zu verschweigen, „das Sie als Vizekanzler 2015 ins Leben riefen“. Gabriel reagierte seinerseits: Melnyk müsse bei der Wahrheit bleiben. „Menschen wie ich haben mit Putin nicht als „Russlandfreunde“ verhandelt, sondern über die Aufrechterhaltung der transukrainischen Pipeline, die bis HEUTE russisches Gas in und durch Ihr Land bringt.“

RND/dpa/jw

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