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Bei Dreh von Sexszene

Elyas M‘Barek berichtet von Sexismus-Erfahrungen am Filmset

Der Schauspieler Elyas M'Barek hat am Filmset in der Vergangenheit Sexismus-Erfahrungen gemacht, mit denen er mittlerweile anders umgehen würde.

Berlin. Der Schauspieler Elyas M‘Barek hat am Filmset in der Vergangenheit Sexismus-Erfahrungen gemacht, mit denen er mittlerweile anders umgehen würde. „Ich musste mal eine Sexszene drehen und der Regisseur sagte vorher: „Zieh dich aus und stöhn“, sagte der 40-Jährige der „Bild am Sonntag“. „Ich kann mich daran erinnern, wie die Kollegin hinterher geweint hat und auch ich total verstört war.“ Das würde er heute nicht mehr tolerieren. Klar habe er mittlerweile eine andere Position, „aber diese Dinge passieren leider immer noch. Viel zu häufig wahrscheinlich“, sagte M‘Barek.

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M'Barek („Fack ju Göhte“) spielt in seinem am Donnerstag startenden Film „Liebesdings“ von Anika Decker einen Filmstar, der in Berlin von Fans, Fotografen und Journalisten auf Schritt und Tritt verfolgt wird. Er ringt energisch darum, sein Privatleben geheim zu halten - und verliebt sich in eine junge Theaterschauspielerin.

M‘Barek wurde geraten, seinen Namen zu ändern

M'Barek sagte der „Bild am Sonntag“, bei ihm selbst habe es sehr lange gedauert, bis er überhaupt wahrgenommen worden sei. Er kenne noch ganz andere Zeiten. „Als mir geraten wurde, meinen Namen zu ändern, weil ich damit niemals Erfolg haben würde.“ Damals sei das deutsche Fernsehen komplett weiß gewesen. „Es gab im deutschen Fernsehen einfach keine Menschen mit anderer Hautfarbe oder mit Migrationshintergrund.“ Und damals habe er auch nicht erwartet, „dass alles für mich so groß werden würde“.

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Auf die Frage, ob er oft unterschätzt worden sei oder werde, antwortete M‘Barek: „Bestimmt. Aber es ist doch gut, wenn ich unterschätzt werde. Das ist für mich ganz klar die bessere Taktik. Zumindest finde ich es besser, unterschätzt anstatt überschätzt zu werden.“ M‘Barek räumte in dem Interview ein, Fehler zu haben. „Ich habe ein großes Temperament. Daran versuche ich zu arbeiten.“ Er sage immer öfter zu sich: „Hättest du mal lieber die Klappe gehalten.“ Denn meistens sei es ja hinterher die Aufregung nicht wert.

RND/dpa

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