„Verdienste sind und bleiben einzigartig“

Haftstrafe für Boris Becker: So reagieren Promis auf das Strafmaß

Zweieinhalb Jahre Haft ohne Bewährung – so lautet das Strafmaß für den Ex-Tennisstar Boris Becker, das am Freitag verkündet wurde.

Im Prozess gegen Boris Becker hat Richterin Deborah Taylor den Ex-Tennisstar zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt – ohne Bewährung. Die Hälfte der verordneten Haftstrafe muss der 54-Jährige absitzen, ehe er den Rest auf Bewährung in Freiheit verbringen darf.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In den sozialen Netzwerken äußerten sich viele Userinnen und User zu der Haftstrafe, die Becker direkt im Anschluss an die Straßmaßverkündung antreten musste. Vor allem bei Twitter wurden viele Posts zu #BorisBecker abgesetzt – auch zahlreiche Promis und Weggefährten Beckers meldeten sich zu Wort.

Tochter Anna Ermakova ist „schockiert“

Beckers Tochter Anna Ermakova zeigte sich nach der Strafmaßverkündung „schockiert“: „Ich hoffe, dass er stark ist in dieser schweren Zeit“, sagte das Model am Freitagabend im Interview mit dem TV-Sender der „Bild“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch DTB-Präsident Dietloff von Arnim bezog nach dem Becker-Urteil Stellung. Gegenüber dem Sportbuzzer, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), sagte er: „Seine Verdienste sind und bleiben einzigartig.“

Djokovic „erschüttert“

Der Erste der Tennis-Weltrangliste, Novak Djokovic, hat sich betroffen über die Haftstrafe für seinen Weggefährten und früheren Trainer Boris Becker geäußert. Er sei „erschüttert“, sagte Djokovic am Sonntag vor Journalisten in Madrid, wie die spanische Sportzeitung „Marca“ und andere Medien berichteten. Becker war zwischen 2013 und 2016 rund drei Jahre Djokovics Trainer.

Der 34 Jahre alte Serbe sagte, er wolle das Urteil nicht bewerten. Er betonte aber: „Boris ist ein langjähriger Freund und hat an meinen Erfolgen mitgewirkt. Ich hoffe, dass er dies ohne Folgen für seine psychische Gesundheit übersteht und sein Leben wieder aufnehmen kann.“

Fußballexperte Reiner Calmund zeigte Mitgefühl: Im Gespräch mit der „Bild“ sagte der ehemalige Manager: „Ob es juristisch berechtigt ist, kann ich nicht beurteilen. Für den Menschen Boris tut es mir leid. Ich kenne die Kinder, da kann ich mitfühlen. Und ich fühle auch mit seiner Mutter. Boris hat die härtesten Matches überstanden. Ich wünsche ihm, dass er auch diese Zeit meistert.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Fußballfunktionär und Ex-Profi-Fußballer Matthias Sammer äußerte sich via Twitter zum Urteil und bezeichnete das Strafmaß als „riesigen Skandal“.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Auch DAZN-Kommentator Flo Hauser setzte einen Tweet zum Becker-Urteil ab – und bezog damit vor allem Stellung hinsichtlich zahlreicher hämischer Kommentare, die in den sozialen Netzwerken mit Blick auf das Strafmaß zu lesen sind: „Bestrafung für falsches Verhalten etc. ist wichtig, dennoch – wir alle sind Menschen. Denkt daran“, appelliert er in seinem Statement.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Aber auch außerhalb der Sportwelt zeigen sich Prominente und Weggefährten aus der Film- und Musikbranche betroffen von der Strafmaßverkündung. Wie vip.de berichtet, bedauert Musiker Peter Maffay den Fall des einstigen Tennisstars sehr: „Man kann natürlich an so einer Geschichte zerbrechen“, beschreibt Maffay die Situation. „Ich habe ihn erlebt, als er ganz oben stand. Und ich wünsche ihm, dass er diese Phase seines Lebens verkraftet und zurückfindet in ein ruhigeres Fahrwasser. Es tut mir leid.“

Urteil im Becker-Prozess gesprochen: „Psychisch muss man sich Sorgen um ihn machen“

Das Urteil ist gesprochen – Boris Becker muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Wie das Urteil den Tennisstar trifft und wie es juristisch weitergeht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schlagersänger und Tennisfan Roberto Blanco sagte der „Bild“: „Es tut mir menschlich wahnsinnig leid. Das Urteil schockt mich richtig. Für mich bleibt Boris der große Sportler in einer Sportart, die ich liebe. Die ganze Welt kennt ihn als Sportler, als Aushängeschild des Tennis. Auf dem Platz hat er uns allen besondere Momente beschert. Und was er privat macht, steht für mich auf einem anderen Blatt.“

Fernsehmoderator und Journalist Jörg Kachelmann, der selbst schon mehrere Monate in Untersuchungshaft verbringen musste, bedauerte das Urteil. Auf Twitter schrieb er am Freitagabend „Ich hätte ihm gewünscht, dass ihm das erspart bleibt.“ Nun hoffe Kachelmann, „dass alle seine Nächsten weiter zu ihm halten“.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

„Boris Becker war unser aller Idol“, sagte Modedesigner Harald Glööckler der „Bild“. „Egal, ob man mit Tennis etwas anfangen konnte oder nicht, hat man sich damit beschäftigt. Er wurde regelrecht in den Himmel gehoben - und nun der Absturz ins Unendliche.“ TV-Moderatorin Verona Pooth wünschte Becker ebenfalls viel Kraft.

Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) twitterte zu dem Fall: „Rechtsstaatlich richtig und konsequent“. Zugleich ergänzte er: „Sportgeschichtlich eine Tragödie“.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der frühere Ausnahmesportler Becker hat Vermögen im Wert von mehr als einer Million Euro in seinem Insolvenzverfahren nicht offengelegt. Eine Jury hatte Becker deshalb vor drei Wochen in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen, am Freitag wurde das Strafmaß verkündet. Becker hatte die Vorwürfe bestritten. Er kann gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

RND/dpa/liz

Mehr aus Promis

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Spiele entdecken