Konzert von Xavier Naidoo: Regensburger Oberbürgermeisterin fordert Absage

Xavier Naidoo.

Xavier Naidoo.

Regensburg. Die Regensburger Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat die Absage eines Auftritts des Sängers Xavier Naidoo im kommenden Jahr in ihrer Stadt gefordert. Naidoo, der wegen kontroverser Aussagen umstritten ist, "sollte in unserer weltoffenen freiheitlichen Gesellschaft keine Plattform bekommen", erklärte die SPD-Politikerin am Mittwoch. Zuerst hatte die "Mittelbayerische Zeitung" über den Konflikt berichtet.

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Naidoo ist für einen Auftritt bei den Regensburger Thurn und Taxis Schlossfestspielen im Juli 2021 gebucht. Da das Konzert auf Privatgrund stattfinde, könne die Stadt das Konzert nicht absagen, teilte die Oberbürgermeisterin mit. Dennoch appelliere sie sowohl an den Veranstalter als auch an mögliche Besucher, "ihre Entscheidung noch einmal gründlich zu überdenken" und so "ein Zeichen gegen Rechts" zu setzen.

Veranstalter lehnt Absage des Konzerts in Regensburg ab

Naidoo war 2014 bei einer Demonstration sogenannter Reichsbürger in Berlin aufgetreten. In diesem Jahr hatte er in selbstgefilmten Videos Flüchtlinge mit "Wölfen" verglichen und die Existenz der Corona-Pandemie geleugnet. Maltz-Schwarzfischer sprach angesichts dessen von einem Künstler, der "extremistisches, rassistisches oder rechtsradikales Gedankengut verbreitet und darüber hinaus auch noch glaubhaft in Zusammenhang mit kruden Verschwörungstheorien gebracht wird".

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Der Veranstalter der Schlossfestspiele, das Regensburger Unternehmen Odeon Concerte, lehnte eine Absage ab. Geschäftsführer Reinhard Söll verwies auf einen Vertrag mit Naidoos Management, der erfüllt werden müsse. Er habe den Appell der Oberbürgermeisterin an das Management weitergeleitet, das nun über einen Rückzug Naidoos entscheiden könne. Das Büro von Gloria von Thurn und Taxis wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf den Veranstalter.

Mitte des Monats hatte die oberfränkische Stadt Hof einen Auftritt Naidoos mit Blick auf dessen Aussagen abgesagt. Das Konzert war auf einem Grundstück im Besitz der Stadt geplant. Im März hatte der Fernsehsender RTL Naidoo von der Jury der Talentshow „Deutschland sucht den Superstar“ ausgeschlossen.

RND/dpa

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