Moderator Kai Pflaume: “Ich bin nicht mehr nur der ‘Nur-die-Liebe-zählt’-Mann”

Kai Pflaume

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Herr Pflaume, Sie feiern demnächst die 100. Folge von “Kaum zu glauben”. Was war Ihr persönliches Highlight?

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Der Reiz der Sendung besteht für mich darin, zu zeigen, was für ungewöhnliche Dinge Menschen passieren können, was sie Ungewöhnliches geleistet oder welche ausgefallenen Hobbys sie haben. Geschichten, die das Leben schreibt, die in Erinnerung bleiben und die man gern weitererzählt. Zum Beispiel die Bestattungsunternehmerin, die einen Sarg zum Selberbauen entwickelt hat und Sargbauseminare gibt, oder es leben nur zwei Menschen in Deutschland, die fünfmal die Null als Postleitzahl haben. Wir hatten auch einmal sieben Gäste, die Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag mit Nachnamen heißen.

Finden Sie es manchmal schade, dass Sie nicht selbst mitraten dürfen?

Ich hätte schon oft Lust, aber das funktioniert leider schon deshalb nicht, weil ich an der Auswahl der Kandidaten auch redaktionell direkt beteiligt bin.

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Was wäre denn bei Ihnen “kaum zu glauben”?

Die Menschen erleben mich seit fast 27 Jahren als Moderator im deutschen Fernsehen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es da noch irgendwas bei mir gibt, das jemanden überraschen würde.

Neben Ihrer Präsenz im Fernsehen sind Sie auch auf Social Media sehr aktiv. Mit fast 340.000 Followern sind Sie ja schon ein “Influencer” …

Wenn man es genau nimmt, war ich das auch schon vorher, denn jeder, der Einfluss auf andere nehmen kann, ist ein Influencer. Ob im Fernsehen oder auf Social Media. Aber klar, ich bin dort gern aktiv, weil ich’s auch für wichtig halte, den Kontakt zu jüngeren Altersgruppen zu halten und mich dabei auch über neuste Trends zu informieren.

Die Fotos sehen oft sehr professionell aus. Wer macht die Bilder?

Viele Fotos schieße ich mit Selbstauslöser oder mit der Funktion an der Apple Watch selbst. Einige Bilder fotografiert auch mein Neffe Richard Pflaume, der professioneller Fotograf ist. Zuletzt war ich für einige Drehs mit einem Kameramann unterwegs, der gleichzeitig Fotograf ist – auch da sahen die Bilder natürlich deutlich professioneller aus als bei mir.

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Wer Ihnen auf Instagram folgt, dem entgeht auch nicht, wie viel Zeit Sie in Sport investieren.

Ich habe immer schon gern Sport getrieben. Ich brauche einfach Bewegung. Nach meiner Schulter-OP im letzten Sommer folgten einige Monate Reha, dadurch war ich schon in einer guten körperlichen Verfassung. In der Corona-Zeit hatte ich dann noch etwas mehr Zeit zum Laufen, deswegen bin ich aktuell ganz gut in Form. Bei der Vielzahl der Sendungen, von denen einige Aufzeichnungen drei Stunden oder länger sind, ist eine gute Kondition auch sicher kein Nachteil.

Wie sehr haben Sie Corona im Beruf zu spüren bekommen?

Abgesagt wurde zum Glück nichts, aber natürlich sind einige Produktionen verschoben worden. Es war bestimmt nicht nur für mich eine neue Erfahrung gewesen, ohne Publikum aufzuzeichnen. In den Sendungen, die ich moderiere, ist das Studiopublikum ja zu hören und zu sehen – und wird zum Teil sogar in die Show eingebunden. Das war am Anfang schon sehr komisch, auch weil das Feedback gefehlt hat. Bei “Kaum zu glauben” saß das Publikum zum Beispiel immer direkt hinter dem Rateteam, jetzt sehe ich einige Monitore mit wechselnden Hintergründen.

Aktuell finden so gut wie keine Verleihungen und Veranstaltungen statt. Fehlen Ihnen die roten Teppiche?

Nein, ich bin eh nicht so der Veranstaltungsgänger. Aber für mich als Münchner kann ich klar sagen: Dass das Oktoberfest nicht stattfinden wird, ist schon ein großer Verlust. Nicht nur für das persönliche Amüsement, sondern auch unter dem wirtschaftlichen Aspekt. Ob Festzeltbetreiber, Schausteller oder Hoteliers – das trifft die ganze Stadt.

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Apropos Corona – werden Sie eigentlich mit Maske nun weniger angesprochen?

Das denkt man immer. Aber tatsächlich werde ich trotzdem oft angesprochen. Meist heißt es dann: “Ich hab Sie sofort an den Augen erkannt!” Aber ich habe mich ja vorher auch nicht versteckt, bin nie verkleidet vor die Tür gegangen. Für ein nettes Gespräch oder ein Selfie nehme ich mir auch mit Abstand oder Maske Zeit.

Mittlerweile liegt Ihre letzte Folge “Nur die Liebe zählt” neun Jahre zurück. Wie oft werden Sie noch darauf angesprochen?

Ich bin schon lange nicht mehr ausschließlich der “Nur-die-Liebe-zählt”-Mann. Aber die Verbindung ist für viele immer noch da. Wenn man das 18 Jahre macht, zieht sich das ja über mehrere Generationen. Selbst die heute 20-Jährigen sagen mir manchmal: “Das hab ich, als ich klein war, mit der Mama geschaut.” Es gibt ja auch heute noch manchmal Menschen, die mich auf der Straße erkennen und sich erschrecken, weil sie denken, dass sie jetzt überrascht werden oder einen Heiratsantrag bekommen.

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