Justin Bieber trägt jetzt Dreadlocks und sorgt damit für Empörung

Justin Bieber hat eine neue Frisur, wie er nun auf Instagram zeigt.

Justin Bieber hat eine neue Frisur, wie er nun auf Instagram zeigt.

Erst kürzlich hat Sänger Justin Bieber sein Album „Justice“ (Gerechtigkeit) veröffentlicht – inklusive Ausschnitten einer Rede des schwarzen Menschenrechtlers Martin Luther King. Er gab an, sich damit auch im Kampf gegen Rassismus engagieren zu wollen. Doch nun wird ihm von einigen Fans Rassismus in Form von kultureller Aneignung vorgeworfen. Der Grund sind seine Haare. Auf neuen Aufnahmen auf Instagram zeigt sich der Teenieschwarm nämlich mit Dreadlocks.

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Seit vielen Jahren werfen Schwarze und People of Color Weißen vor, sich gewisse Aspekte schwarzer Kultur herauszugreifen, ohne den Kontext und die problematischen Hintergründe zu beachten. „Bitte bilde dich im Bezug auf kulturelle Aneignung weiter ... Du solltest keine Dreads tragen ... In Liebe“, schreibt deshalb ein Fan zu einem der beiden Instagram-Fotos.

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Justin Bieber tut es wieder: Er trägt erneut Dreadlocks

Viele werden deutlicher, kommentieren mit „WTF“, „Oh nein“ oder schreiben, dass er die Haare nicht so tragen sollte. Andere schreiben, sie seien enttäuscht von ihrem Vorbild. Bieber hatte 2015 nämlich bereits Dreadlocks getragen, war damals auf die Problematik mit der Frisur aufmerksam gemacht worden und sagte später, er habe daraus gelernt.

„Warum blamierst du uns immer so? Ich weine“, schreibt ein Fan. Eine schwarze Nutzerin kommentiert sarkastisch: „Ich liebe es ja, wenn sich weiße Menschen Kulturen aneignen.“ Vor allem viele schwarze Frauen weisen den kanadischen Popstar in ihren Kommentaren auf die Problematik hin und bitten ihn, die neue Frisur zu überdenken.

Justin Bieber und die Dreads: Das Problem der kulturellen Aneignung

Kulturelle Aneignung wird von vielen Wissenschaftlern und Betroffenen als Form des Rassismus verstanden. Dabei geht es darum, dass Schwarze oder People of Color unter anderem wegen ihrer Haare rassistisch beleidigt werden. Ein prominentes Beispiel: Die schwarze Schauspielerin Zendaya Coleman trug bei der Oscarverleihung 2015 Dreadlocks. Fernsehmoderatorin Giuliana Rancic, die eine Fashionshow zu den Oscars moderierte, sagte, dass die Frisur „nach Patschuli-Öl oder nach Gras“ rieche: „Ja, vielleicht nach Gras.“

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Weiße, die sich solche traditionell schwarze Frisuren zulegen, würden deshalb nicht den notwendigen Respekt zeigen, heißt es. Bei Problemen könnten sie, im Gegensatz zu Schwarzen, einfach wieder zu ihrer üblichen Frisur zurückkehren und wären keinen Angriffen mehr ausgesetzt.

RND/msk

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