Patrick Schwarzenegger: „Ich versuche, meinen eigenen Weg zu gehen“

Der Schauspieler Patrick Schwarzenegger.

Der Schauspieler Patrick Schwarzenegger.

Los Angeles. Patrick Schwarzenegger (27) hat weltberühmte Eltern – Papa Arnold ist einer der größten Hollywoodstars aller Zeiten, Mama Maria Shriver gehört zur Kennedy-Familie. Dass er auf beide „enorm stolz“ ist, betont der 27-Jährige im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Dabei spricht er auch über die strengen Erziehungsmethoden seines Vaters, dessen Lebensregeln und seine Rolle in dem Netflix-Film „Moxie“ (ab 3. März zu sehen).

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Steht man als Kind so berühmter Eltern nicht auch im Schatten?

Das habe ich noch nie gefühlt. Mein Vater, meine Mutter und meine Großeltern waren extrem erfolgreich in dem, was sie getan haben. Mein Ziel im Leben wird nie sein, es ihnen gleichzutun. Ich versuche, meinen eigenen Weg zu gehen, mir die Dinge zu verwirklichen, die ich leidenschaftlich gern tue.

Offenbar gehört die Schauspielerei dazu. Sie stehen in einer Hauptrolle des Netflix-Hits „Moxie – Zeit zurückzuschlagen“ vor der Kamera. Hat Vater Ihnen dazu Ratschläge gegeben?

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Eher Lebensregeln.

Und die wären?

Unter anderem, dass du Erfolg nie ganz aus eigener Kraft schaffst. Es muss immer Menschen geben, die dich auf deinem Weg unterstützen.

Wann haben Sie zum ersten Mal realisiert, dass Ihr Vater berühmt ist?

Ich kann mich daran erinnern, dass wir mal von Cops gestoppt worden sind, als ich klein war. Der Polizist hat sich total gefreut, als er meinen Vater erkannt hat. Natürlich hat er Dad ein Strafmandat gegeben.

Erfahren Sie noch heute Dinge über Ihren Vater aus dessen Vergangenheit, die Sie nicht wussten?

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Ständig. Ich stöbere gerne seine Fotoalben durch und frage ihn über seine Kindheit aus.

Auf Deutsch?

(grinst) Nein auf Englisch, weil mein Deutsch nicht das allerbeste ist.

Arnold Schwarzenegger mit Sohn Patrick 2017 in Berlin.

Arnold Schwarzenegger mit Sohn Patrick 2017 in Berlin.

Erzählen Sie uns etwas aus seiner Kindheit.

Ich finde es unglaublich, dass er in einem Dörfchen groß geworden ist, in dem nur 13 Leute gewohnt haben. Wie er im Morgengrauen barfuß durch den Schnee zum Kühemelken in die Scheune laufen musste. Oh, oder wie er in die Turnhalle eingebrochen ist, um zu trainieren, und dann einmal mitten in der Nacht vorm Militär fliehen musste. So viele tolle Storys.

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Wer war strenger, als Sie aufgewachsen sind, Mama oder Papa?

Beide waren sehr streng. Kamen selbst aus strengen Elternhäusern. Sie haben sich natürlich Sorgen gemacht, weil wir als Familie stets im Rampenlicht standen.

Was ist passiert, wenn Sie gegen Papas Regeln verstoßen haben?

Wenn wir vergessen haben, das Licht auszumachen, hat mein Vater die Birnen ausgeschraubt und wir saßen im Dunkeln. Wenn wir das Bett nicht gemacht haben, dann hat er die Bettdecke einfach weggenommen und wenn wir länger als fünf Minuten geduscht haben, hat er das heiße Wasser abgedreht. Er wollte einfach, dass wir die Regeln und auch die Umwelt respektieren.

Ist Ihr Vater als Schauspieler Ihr Vorbild?

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Ich richte mich eher nach anderen Schauspielern. Ich liebe Leonardo DiCaprio und Shia LeBeouf. Und ich mag das komische Talent von Will Ferrell.

In „Moxie“ spielen Sie nicht gerade den sympathischsten Typen.

(lacht) Das kann man laut sagen. Er ist, um es kurz zu sagen, ein Arschloch. Ein sexistisches und toxisches Wesen, mit dem ich nichts gemeinsam habe. Aber trotzdem ist er für den Film ein sehr, sehr wichtiges Element!

Der Film handelt unter anderem von dem Druck, der durch soziale Medien auf Schulkindern lastet. Wie haben Sie das erlebt?

Ich war gerade mit der Highschool fertig, als Instagram und Snapchat richtig groß wurden. Und ich bin echt froh, weil ich mir es gar nicht ausmalen kann, was man heute schon als Fünftklässler durchmacht. Alles wird auf Tiktok und Insta gepostet und bewertet. Es zählt nur noch, was andere Leute denken. Ich finde, es wird Zeit, dass man der ist, der man sein will!

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Wenn es mit der Schauspielerei mal nicht so läuft, wie Sie es sich vorstellen …

… dann gibt es noch mein Business. Nach der Highschool vor acht Jahren habe ich eine Pizzakette aufgebaut. Als Blake Pizza 366 Filialen hatte, habe ich meine Anteile verkauft und die in eine eigene Investmentfirma gesteckt. Wir investieren in alles, was mit Gesundheit und Wellness zu tun hat. Ich habe inzwischen 16 Firmen, die meiner angeschlossen sind.

Stichwort Umweltschutz.

Der Klimawandel wird uns in Zukunft noch sehr beschäftigen. Es ist schlimm, wie viele Menschen schon jetzt durch Smog und Umweltverschmutzung sterben. Ich versuche, meinen eigenen Teil zur Lösung beizutragen, indem ich recycle, Tüten wieder benutzte oder keine Einwegflaschen benutze.

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