Umstrittenes Xavier-Naidoo-Konzert in Rostock findet doch statt

Die Bürgerschaft hat entschieden: Xavier Naidoo wird im August 2021 in Rostock auftreten.

Die Bürgerschaft hat entschieden: Xavier Naidoo wird im August 2021 in Rostock auftreten.

Rostock. Der Mannheimer Sänger Xavier Naidoo wird nun doch im August 2021 in Rostock auftreten. Wie die “Ostsee-Zeitung” berichtet, stimmte die Bürgerschaft mit knapper Mehrheit gegen eine Absage des Konzerts.

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Der geplante Auftritt Naidoos hatte in Rostock zu einer großen Debatte geführt, da Naidoo zuletzt mit antisemitischen Kommentaren und der Verbreitung von Verschwörungstheorien während der Corona-Pandemie aufgefallen war. Dieses Bild von Xavier Naidoo spiegele nicht die multikulturelle Weltoffenheit der Stadt Rostock wider, erklärten SPD-Fraktionsvorsitzender Steffen Wandschneider-Kastell und Eva-Maria Kröger (Linke) gegenüber der “Ostsee-Zeitung”.

Xavier Naidoo: Antrag zur Konzertabsage abgelehnt

Die Fraktionen SPD und Die Linke hatten deshalb einen Antrag gestellt, in dem sie forderten, das Konzert des Sängers im nächsten Jahr in der Stadthalle Rostock abzusagen. Der Auftritt ist ein Ersatztermin für das wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Konzert im August 2020 im Iga-Park. Am Mittwoch stimmte die Bürgerschaft über den Antrag ab – und entschied am Ende mit einer Zwei-Stimmen-Mehrheit für das Konzert, wie die “Ostsee-Zeitung” berichtet.

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Sybille Bachmann vom Rostocker Bund sagte der “Ostsee-Zeitung”, dass die Entscheidung nun bei den Rostockern liege, ob sie den Künstler unterstützen wollten, indem sie sein Konzert besuchten oder nicht.

Eva-Maria Kröger (Linke) zog dennoch etwas Positives aus dem gescheiterten Antrag: “Ich finde es gut und wichtig, dass wir im parlamentarischen Raum darüber diskutieren, wer Xavier Naidoo geworden ist und ob man seine Lieder davon trennen kann”, sagte sie der “Ostsee-Zeitung”. Andere Künstler mit ähnlich kontroversen Liedtexten hätten keine solche Debatte ausgelöst, erklärte Chris Günther (CDU).

Xavier Naidoo war im Frühjahr aus der Jury der RTL-Sendung “Deutschland sucht den Superstar” geworfen worden, nachdem Rassismusvorwürfe zu einem seiner Musikvideos laut wurden. Naidoo bekannte sich daraufhin nicht zu den vermeintlich antisemitischen Aussagen und bestritt die Interpretationen seiner Liedtexte. Während der Corona-Pandemie hatte der Mannheimer Sänger, ähnlich wie Vegankoch Attila Hildmann, Verschwörungstheorien verbreitet.

RND/al

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