Früherer Stabhochspringer

Tim Lobinger über Krebserkrankung: „Heilung wird es bei mir nicht mehr geben“

Tim Lobinger bei einem Besuch der „NDR Talk Show“ im Jahr 2018.

Tim Lobinger bei einem Besuch der „NDR Talk Show“ im Jahr 2018.

Der frühere Weltklasse-Stabhochspringer Tim Lobinger hat in einem Interview über das Fortschreiten seiner Krebserkrankung gesprochen. „Heilung wird es bei mir nicht mehr geben. Mein Krebs ist zu aggressiv“, so der 50‑Jährige zur „Bild“-Zeitung.

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Im Februar hätten ihm seine Ärzte gesagt, dass der Tod näher rücke. „Ich solle Verfügungen treffen, mich mit meiner Beerdigung befassen und mich von meinen Liebsten verabschieden“, so Lobinger. „Die Gespräche mit meinen Kindern waren hart. Sie wissen, wie schlecht es um mich steht.“

Eine Krebsimmuntherapie, eine sogenannte CAR-T-Zell­therapie, sei dann doch noch angeschlagen, so konnte der frühere Profisportler am 3. September seinen 50. Geburtstag feiern. „Diesen Tag noch zu erleben war einer meiner Meilensteine.“ Trotz 150 Tagen, die er in diesem Jahr bereits im Krankenhaus verbracht hat („Das ist kein wirkliches Leben. Das lebenswerte Leben findet draußen statt.“), denkt Lobinger nicht ans Aufgeben: „Es gibt immer kleine Wege, um Kraft zu schöpfen und die Hoffnung nicht zu verlieren. Für jeden Tag, den ich lebe und mit meiner Familie verbringen darf, lohnt es sich zu kämpfen“, so Lobinger zur „Bild“-Zeitung.

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Bei Lobinger war im März 2017 Blutkrebs diagnostiziert worden. Nach Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigem Leberversagen im Sommer 2018 galt der Hallenwelt­meister von 2003 wieder als gesund. 2020 musste sich Lobinger seinen Worten zufolge aber wieder einer Therapie unterziehen und erhielt zusätzlich Bestrahlungen.

RND/seb

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