Nur noch 1000 Gäste pro Tag erlaubt

Beliebtes Ausflugsziel: Bürger in US-Dorf wollen keinen Kreuzfahrttourismus mehr

Bar Harbor ist eine idyllische Kleinstadt, die gerne von Kreuzfahrtschiffen angefahren wird.

Bar Harbor ist eine idyllische Kleinstadt, die gerne von Kreuzfahrtschiffen angefahren wird.

Bar Harbor ist ein idyllischer Ort. Er liegt auf der Insel Mount Desert Island im Atlantischen Ozean vor der Küste Mains. Es gibt kleine bunte Häuser, in denen allerlei verkauft wird, gemütliche Bänke mit Blick aufs Meer, schöne Strände und ganz viel Natur.

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Auf der Insel gibt es Seen wie den Eagle Lake, Hügel und Berge sowie den Nationalpark Acadia. Mit seinen zerklüfteten Felsküsten und der rauen Landschaft zieht der einzige Nationalpark Neuenglands viele Touristinnen und Touristen an – er ist der sechst meistbesuchte Nationalpark im Land. Und dafür ist Bar Harbor gerne Ausgangspunkt.

Das beschauliche Bar Harbor hat keine Lust mehr auf Massentourismus.

Das beschauliche Bar Harbor hat keine Lust mehr auf Massentourismus.

Gemeinderat hatte Obergrenzen mit Reedereien verhandelt

Das hat wiederum Folgen für das kleine Örtchen Bar Harbor: Bevor die Corona-Pandemie ausgebrochen ist, legten hier pro Jahr 157 Kreuzfahrtschiffe an und spülten 250.000 Passagierinnen und Passagiere an Land, die durch das beschauliche Dorf spazierten. Doch wie „Cruisetricks“ nun berichtet, hat Bar Harbor genug von den Touristenmassen. Die Bevölkerung hat sich in einer Petition mit absoluter Mehrheit dafür ausgesprochen, dass künftig nur noch 1000 Kreuzfahrtpassagierinnen und ‑passagiere pro Tag an Land gehen dürfen.

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Zuvor hatte bereits der Gemeinderat auf die schlechte Stimmung im Ort reagiert und in diesem Sommer beschlossen, dass eine Grenze von 3800 Personen erlaubt ist. Zudem gab es monatliche Begrenzungen – in der Nebensaison maximal 30.000 Gäste, in der Hauptsaison maximal 40.000 und während des Indian Summers maximal 65.000. Die Reedereien stimmten zu.

Bar Harbor: Einige wollen Kreuzfahrt verbieten, einige wollen mehr Tourismus

Wie das Portal weiter berichtet, ist die Stimmung angespannt. Einigen Einwohnerinnen und Einwohnern war dieser Kompromiss nicht genug, sie plädierten gar für ein Verbot gegen Kreuzfahrten im Ort. Andere hingegen, darunter Geschäftsleute und Unternehmen, die vom Tourismus leben, sind gegen die Beschränkungen.

Dennoch setzten sich jene durch, die den Massentourismus nicht mehr wollen – 58 Prozent stimmten für die Einschränkungen. Ob damit das letzte Wort gesprochen ist, ist allerdings noch unklar: Die Gemeinde fürchtet, dass Reedereien klagen könnten – immerhin gab es erst im Sommer Verhandlungen mit einem anderen Ergebnis.

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RND/msk

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