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Ende der Vorkassepraxis?

Flug fällt aus: Haben Reisende bald keinen Stress mehr mit der Rückerstattung?

Düsseldorf: Flugzeuge stehen auf dem Vorfeld des Flughafens.

Wer zum Friseur geht, bezahlt die Rechnung erst nach dem Haarschnitt. Sollte dieser nicht den Vorstellungen entsprechen, besteht vor Ort die Möglichkeit zum Nachschneiden. Bei Flugreisen läuft das anders: Reisende zahlen in der Regel direkt nach der Buchung, oft Monate vor dem Flug – ohne eine Leistung erhalten zu haben oder diese später beanstanden zu können.

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Flug fällt aus: Kundinnen und Kunden haben das Nachsehen

Fällt der Flug aus, haben Urlauberinnen und Urlauber das Nachsehen und müssen sich oft in Eigenregie um Ersatz oder Erstattung kümmern. Bis das Geld der Airline auf dem Konto eingeht, vergehen oft Monate. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn Verbraucher­schützerinnen und ‑schützer fordern schon länger eine Abschaffung der Vorkasse bei Flugreisen. Jetzt schaltet sich auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz ein.

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„Normalerweise müssen Verbraucher eine Leistung erst bezahlen, wenn sie auch erbracht wurde“, zitiert die „Welt am Sonntag“ eine Ministeriums­sprecherin. Bei annullierten Flügen wiederum habe man hingegen den Ärger, sich um die Rückerstattung kümmern zu müssen.

Verbraucherschützer fordern: „Vorkassepraxis überprüfen“

Für die Kundinnen und Kunden sei es allerdings finanziell wichtig, dass die Airlines das Geld zügig zurückzahlten. Das Gesetz sieht eine Pflicht zur Erstattung innerhalb von sieben Tagen vor. Rückerstattungen müssen Unternehmen eigentlich innerhalb einer Woche von sich aus nachkommen. Viele tun dies allerdings nicht oder nicht schnell genug, trotz Pflicht.

Kommen sie dieser Verpflichtung nicht nach, „wird man die Vorkassepraxis in ihrer jetzigen Form überprüfen müssen“, so die Sprecherin. Das bedeutet, dass die Vorkasseregelung fallen könnte – und Reisende ihren Flug zunächst bloß reservieren und erst kurz vor Abflug oder gar erst nach der Landung bezahlen müssen.

Klage gegen Online­buchungs­portal scheiterte

Bereits im Jahr 2016 hatten Verbraucher­schützerinnen und Verbraucher­schützer gegen ein Online­buchungs­portal wegen der Vorauszahlungs­praxis geklagt. Der Bundesgerichtshof wies die Klage allerdings ab: Mit der Vorauszahlung würden Fluggäste nicht unangemessen benachteiligt, teilte der BGH damals mit. Es sei rechtens, bei frühzeitiger Buchung bereits den vollen Preis zu verlangen.

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RND/vh

 

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