„ParisLocal“

Paris will mit neuem Event nachhaltigen Tourismus fördern

Paris hat weit mehr zu bieten als den Eiffelturm.

Paris hat weit mehr zu bieten als den Eiffelturm.

Paris. Paris, das ist der Eiffelturm und der Louvre, die Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre-Hügel und das Centre Pompidou mit seinen bunten Röhren. So hat es sich in den Köpfen der Menschen weltweit eingeprägt.

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Die Metropole als Marke: Das gehört zu den Stärken der – laut eigenen Angaben – meistbesuchten Stadt der Welt. Dabei gibt es so viele weitere Facetten über die bekannten Postkartenansichten hinaus: ein lebendiges Kunsthandwerk mit Keramikern und Glasbläsern, Gastronomen, die auf nachhaltige Landwirtschaft setzen, Bierbrauer und Imker, fast vergessene Metiers wie die des Federschmuckmachers und neue Berufe etwa im Bereich des Upcyclings von Mode.

Auch angrenzende Departements beteiligen sich

Um das Bild der französischen Hauptstadt vielfältiger darzustellen und Besucherinnen und Besucher anzuziehen, die die Klassiker schon kennen, führt das Pariser Tourismusbüro an diesem Wochenende, vom 18. bis 20. November, zum zweiten Mal die Aktion „ParisLocal“ durch. Auch drei angrenzende Departements aus der Großregion Grand Paris beteiligen sich, um die Konzentration auf das Zentrum aufzulösen.

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„Diese Ausgabe des Events ist entscheidend, um es als jährliches Ereignis zu etablieren“, sagt die Kommunikations-Direktorin des Pariser Tourismus-Büros, Valérie d‘Arc. Gab es im vergangenen Jahr 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, so wird sich ihre Zahl nun verdoppeln.

Menü mit lokalen Produkten für 25 Euro

Ausgewählte Restaurants bieten an den drei Tagen ein „Menü 100 Prozent Hauptstadtregion“ mit lokalen Produkten für 25 Euro an. Es gibt Verköstigungen von Gin aus französischem Bioweizen in einer Minidistillerie und von Craftbeer in Mikrobrauereien. Im Montparnasse-Viertel und im Flohmarkt Les Puces in der Vorstadt Saint-Ouen öffnen Künstler ihre Ateliers, während beim Bastille-Platz ein „Künstler-Dorf“ mit Ständen von Kunsthandwerkern und Lebensmittelproduzenten, Food Trucks und Konzertbühnen entsteht.

Besucherinnen und Besucher können der handwerklichen Herstellung von Schokolade in der „Manufacture du chocolat“ des Starkochs Alain Ducasse beiwohnen oder an Workshops bei einem Bäcker oder einem Spezialisten für Plissierarbeiten, der Luxusmodehäuser beliefert, teilnehmen.

Tourismus in Paris fast wieder auf Vorkrisenniveau

Das Angebot lässt sich auch als Versuch lesen, die mauen Jahre seit Ausbruch der Corona-Pandemie aufzuholen. Allerdings startete der Pariser Tourismus nach einem dramatischen Einbruch im Jahr 2020 zuletzt wieder gut durch. Im Herbst waren zeitweise 95 Prozent der Hotels ausgebucht. Die Zahl der Besucher im Großraum Paris wird für das laufende Jahr auf 35 Millionen geschätzt – das wäre zwar ein Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber 2019, aber eine deutliche Steigerung gegenüber 2021.

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Seit die meisten Corona-Maßnahmen gestrichen wurden, kommen wieder viele Urlauberinnen und Urlauber nach Paris.

Seit die meisten Corona-Maßnahmen gestrichen wurden, kommen wieder viele Urlauberinnen und Urlauber nach Paris.

„Vor allem aus Europa und Nordamerika kommen wieder viele Gäste, während die Touristen aus Asien noch nicht zurück sind“, so die Tourismusbüromitarbeiterin d’Arc. In den vergangenen Jahren habe es Weiterbildungen des Personals gegeben, damit der Empfang besser werde und zum „authentischen“ Bild von Paris keine griesgrämigen Kellner mehr gehören, für die die Stadt lange berüchtigt war. Sondern freundlich lächelnde.

Valérie d’Arc zufolge lässt sich eine gestiegene Nachfrage nach einem authentischeren Reiseerlebnis feststellen. „Die Urlauber wollen das Paris der Pariser kennenlernen. Sie suchen persönliche Begegnungen.“ Der Trend habe schon vor der Pandemie begonnen, die ihn noch beschleunigte: „Viele setzen seither auf weniger Reisen, aber mit mehr Sinn.“ Die Aktion „ParisLocal“ solle dabei nicht nur ein Schlaglicht auf Künstler und Handwerker werfen, sondern auch eine Art Adressbuch mit Restaurants bieten, welche regionale und saisonale Produkte verwenden. „Außerdem ist der Termin nicht zufällig im November gewählt: Vielleicht bekommen manche eine Anregung, in diesem Jahr die Weihnachtseinkäufe etwas anders anzugehen.“

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