Felsabbrüche möglich

Portugal: 75 Strände an der Algarve sind einsturzgefährdet

An 75 Stränden in Portugal besteht Steinschlaggefahr.

An 75 Stränden in Portugal besteht Steinschlaggefahr.

Eine Einschätzung vom portugiesischen Umweltamt (Agência Portuguesa do Ambiente, APA) könnte den Seelenfrieden vieler Strandurlauberinnen und -urlauber an der Algarve gefährden: Die Klippen an 75 Stränden Portugals werden als einsturzgefährdet eingestuft. Wegen der „natürlichen Erosion“ könne es dort zu Erdrutschen kommen, heißt beim APA.

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Portugal: Diese Algarve-Strände sind einsturzgefährdet

Betroffen sind zahlreiche Praias in der beliebten Urlaubsregion Algarve. Oftmals handelt es sich dabei um Naturstrände, die Reisende gerade wegen ihrer Wildheit und der atemberaubenden Klippen schätzen. Darunter befinden sich Stränden in den Regionen um

  • Albufeira (24 Strände)
  • Aljezur (7 Strände)
  • Lagoa (17 Strände)
  • Lagos (5 Strände)
  • Portimão (9 Strände)
  • Silves (2 Strände)
  • und Vila do Bispo (11 Strände).
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Eine Übersicht über jeden einzelnen der einsturzgefährdeten Strände finden Reisende in einer Übersicht der APA. An den betroffenen Abschnitten gibt es vor Ort zudem Schilder mit Warnhinweisen. „Die Gefahr von Felsabbrüchen an einigen Stränden der Algarve ist nichts Neues. Diese Situation ist schon vor vielen Jahren erkannt. Alle Stellen, an denen eine potentielle Gefahr bestehen könnte, sind mit einer entsprechenden Beschilderung gekennzeichnet“, kommentiert das Tourismusbüro der Algarve die Situation vor Ort. Badegäste werden demnach aufgefordert, entsprechende Stellen zu meiden und den Strand in als sicher ausgewiesenen Bereichen zu genießen.

„Außerdem werden die Strände regelmäßig von den maritimen Behörden kontrolliert, die unvorsichtige Sonnenbadende auffordern, sich aus den Risikogebieten zu entfernen. Davon abgesehen haben Besucherinnen und Besucher der Algarve auf einer Küstenlänge von rund 200 Kilometern die Auswahl unter 125 Stränden für jedes Bedürfnis und jeden Geschmack – viele davon abseits von Klippen“, erklärt eine Sprecherin des Tourismusbüros.

Reisende dürfen Strände trotzdem nutzen

Sonnen und Baden dürfen Urlauberinnen und Urlauber an den 75 Stränden trotz der Warnung. Die Behörde rät dazu, einen Sicherheitsabstand zu den Felsen einzuhalten und macht dies auch auf den Hinweisschildern deutlich. Dieser sollte mindestens 1,5 Mal so breit ausfallen wie die umgeben Klippen hoch sind.

Urlauber sitzen an einem portugiesischen Strand in der Sonne. Seit einiger Zeit ist Portugal als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

Urlauberinnen und Urlauber sitzen an einem portugiesischen Strand in der Sonne.

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Wer bislang Schutz vor der Sonne in den natürlichen Schatten durch Klippen oder Felsvorsprünge gesucht hat, sollte für die Urlaubszeit über die Anschaffung eines Sonnenschirms nachdenken.

Diese Faktoren begünstigen Erosion

Ob und wann es zu Felsabbrüchen kommt, lässt sich nicht genau vorhersagen. Die Erdrutsche können sich in ihrer Intensität stark unterscheiden, heißt es bei der APA. Sie hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Intensität und Häufigkeit von Klimaeinflüssen, die Vegetation, vorhandene Brüche sowie Bruchstellen und der Art des Gesteins. Auch menschengemachte Faktoren, etwa Bebauung und zum Beispiel damit einhergehende Vibrationen, wirken auf die Klippen ein.

Immer wieder gibt es Schlagzeilen von tödlichen Felsabstürzen an Stränden. Im Jahr 2010 starben beispielsweise fünf Menschen am Strand Maria Luisa bei Albufeira durch Felsschlag, drei weitere wurden laut „Süddeutsche“ verletzt. „Focus“ berichtete drei Jahre später von einem tödlichen Steinschlag an der Steilküste Los Gigantes im Westen Teneriffas, durch den zwei Frauen ihr Leben verloren.

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